Sozialverband

VdK-Kreisverband für Wesel, Kleve und Duisburg wächst weiter

Svenja Weuster (v.l.), Horst Vöge und Erika Heckmann vom Kreisverband des Sozialverbands VdK am Niederrhein stellten nun die Bilanz 2018 vor.

Svenja Weuster (v.l.), Horst Vöge und Erika Heckmann vom Kreisverband des Sozialverbands VdK am Niederrhein stellten nun die Bilanz 2018 vor.

Foto: Erwin Pottgiesser

Dinslaken/Kreis Wesel.   Vorsitzende und Geschäftsführerin stellten Jahresbericht 2018 vor. Entwicklung sei sowohl erfreulich als auch erschreckend.

Horst Vöge, Erika Heckmann und Svenja Weuster sind sehr zufrieden. Gestern stellten sie in ihren Funktionen als Vorsitzender (Vöge), stellvertretende Vorsitzende (Heckmann) und Geschäftsführerin (Weuster) die Jahresbilanz 2018 des VdK-Kreisverbands am Niederrhein vor. Der Verband unterstützt Bürger bei sozialrechtlichen Fragen – und vertritt sie bei Bedarf auch vor Gericht. Der VdK berät vor allem zu den Themen Erwerbsminderungsrenten, Schwerbehinderung, Arbeitsunfälle, Pflegeversicherung oder Krankenkasse.


1394 neue Mitglieder hat der VdK-Kreisverband im vergangenen Jahr hinzugewonnen (+ 5,25 Prozent). Ende 2018 zählte er 27.948 Mitglieder, ein Jahr zuvor waren es noch 26.554. Der größte Mitgliederanteil stammt mit 12.290 Mitgliedern aus dem Kreis Wesel. „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren eine rasante Mitgliederentwicklung durchgemacht“, so Vöge, der seit 2016 auch NRW-Vorsitzender und seit 2017 Vize-Präsident des VdK Deutschland ist. 2009 beispielsweise habe der Kreisverband noch 15.700 Mitglieder gezählt.

„Diese Entwicklung ist natürlich insofern erfreulich, als dass das eine Bestätigung für unsere Arbeit ist“, findet auch Geschäftsführerin Weuster. Zeitgleich sei der Zulauf aber auch „erschreckend“. Weil er zeige, dass immer mehr Menschen Hilfe und Unterstützung im Sozialrecht brauchen.

Auch im gerade angebrochen Jahr verzeichnet der VdK bereits über 80 Neuaufnahmen. „Wir gehen also auch 2019 davon aus, dass die Mitgliederzahlen weiter ansteigen werden“, so Weuster.

55 Ortsverbände hat der VdK am Niederrhein aktuell – 27 davon im Kreis Wesel. In Dinslaken gibt es drei Ortsverbände (Stadtmitte, Feldmark-Eppinghoven und Hiesfeld) mit insgesamt 1796 Mitgliedern, in Voerde-Friedrichsfeld einen (1050 Mitglieder) und in Hünxe zwei (Bruckhausen und Drevenack, zusammen 389 Mitglieder).


9000 Einzelberatungen gab es 2018 in den Sprechstunden. Diese bietet der VdK im Kreis Wesel derzeit in Dinslaken, Wesel, Rheinberg und Moers an. Mitglieder können sich hier von einer der sechs Volljuristinnen beraten und vom Antrags-, Widerspruchs- und Klageverfahren bis zur Berufung vor dem Landessozialgericht Essen vertreten lassen.


1,1 Millionen Euro an Nachzahlungen von Geldleistungen (unter anderem Pflege- oder Krankengeld) erstritt der VdK-Kreisverband im vergangenen Jahr. Dieses Geld ging teilweise an die Mitglieder selbst (328.000 Euro), aber auch an Behörden wie die Agentur für Arbeit, das Jobcenter, die Deutsche Rentenversicherung oder die Krankenkassen.


247.482 Klicks zählte die Homepage des Kreisverbands 2018. Sie ist zu finden auf www.vdk.de/kv-am-niederhein .

>> „BARRIEREFREIHEIT MUSS ERNSTER GENOMMEN WERDEN“

  • Der UBV-Vorschlag, in Dinslaken einen Behindertenbeirat einzurichten, hat den VdK-Kreisverband beschäftigt. Wie berichtet, hat die Stadtverwaltung stattdessen vorgeschlagen, eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen, welche themenorientiert die unterschiedlichen Problemlagen der verschiedenen Behindertengruppierungen in den Blick nimmt. Der Rat hat dem zugestimmt.
  • Dem VdK ist es gleichgültig, ob die Institution nun Beirat oder Arbeitsgemeinschaft heißt, erklärt Horst Vöge. Generell aber müsse die Barrierefreiheit in Dinslaken ernster genommen werden – von der Verwaltung wie auch vom Rat. Deshalb findet er: „Wir müssen frühzeitig in Planungen eingebunden werden – und nicht erst dann, wenn sowieso schon alles feststeht.“

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