HANDEL

Verband: Dinslaken ist auf einem guten Weg

Der Handelsverband Niederrhein wünscht sich einen Kreisverkehr an der Kreuzung Hans Böckler-/Hünxer-/Karl-Heinz-Klingen-Straße in Dinslaken, um Gewerbegebiet besser anzubinden.

Der Handelsverband Niederrhein wünscht sich einen Kreisverkehr an der Kreuzung Hans Böckler-/Hünxer-/Karl-Heinz-Klingen-Straße in Dinslaken, um Gewerbegebiet besser anzubinden.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Aber die Stadt brauche ein Park-Leit-System und eine bessere Anbindung des Gewerbegebiets. Verband schlägt Kreisverkehr vor.

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Der Handelsverband Niederrhein sieht Dinslaken auf einem guten Weg. Die Stadtentwicklung in Dinslaken habe Formen angenommen. Auch zum Thema Verkehr und zu den Stadtteilen bezieht der Verband in seiner Jahresbilanz zu 2017 Stellung.

Thema Innenstadt

„Dinslaken hat einen neuen innerstädtischen Magneten bekommen.“ Diese Bilanz zieht er gut drei Jahre nach Eröffnung der Neutor-Galerie. Auch die Umgestaltungen im Bereich Bahnstraße, Neutor, Neutorplatz und Rutenwall „haben städtebauliche Akzente“ gesetzt. Nun müsse noch der Bahnhofsbereich umgestaltet werden. Dies sei „schließlich die Willkommensbotschaft der Stadt“. Und der Fokus müsse auf der Weiterentwicklung des Altstadtbereiches liegen. Dieser bilde die „historische Komponente einer positiven Stadtentwicklung“, so Wilhelm Bommann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes.

Joachim Vogel, Vorstandsmitglied: „Die Nähe zu den Oberzentren Oberhausen und Duisburg ist für Dinslaken nicht zu unterschätzen. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft ist da und liegt aktuell bei 102,9. Damit liegt sie über dem Bundesdurchschnitt. Sie muss nur vor Ort gebunden werden.“

Die Handelszentralität der Stadt – sie errechnet sich aus Einzelhandelsumsatz und einzelhandelsrelevanter Kaufkraft – konnte von 90,5 (2015), 93,7 (2016) auf 95,6 (2017) gesteigert werden. Bommann: „Unser Ziel für Dinslaken ist eine Zentralitätsquote von über 100. Diese Größe entspricht unserem mittelzentralen Anspruch für die Stadt.“

Thema Parkplätze

Das Parkplatzangebot in der City habe sich erhöht. Mit der Neutor-Galerie seien rund 400 Einstellplätze hinzugekommen, mit der Wiedereröffnung der Tiefgarage am Rathaus weitere 234 Stellplätze. Damit sei den Besuchern der Stadt wieder eine „citynahe Parkmöglichkeit gegeben, was insbesondere das Altstadtquartier befruchten dürfte“, so der Hauptgeschäftsführer.

Dennoch gebe es noch Luft nach oben: Ein Park-Leit-System gehöre zum „Pflichtpaket eines funktionierenden Mittelzentrums“, wie Andreas Eickhoff, Beiratsmitglied im Handelsverband, sagt. So könnten unnötige Park-Such-Verkehre vermieden werden.

Höhere Parkgebühren lehnt der Verband ebenso ab wie Steuer- und Abgabenerhöhungen. All dies entzöge dem Bürger Kaufkraft. Dinslaken befände sich in einem starken Wettbewerb zu seinen Nachbarkommunen und müsse als Wohn- und Einkaufsstadt attraktiv für Bürger, Neubürger oder Gewerbetreibende sein.

Thema Gewerbegebiete

In wenigen Städten des Verbandsgebietes lägen Gewerbegebiete und Innenstadthandel so nah beieinander, so Eickhoff. Hier böte sich an, die begonnene Vernetzung zu vertiefen und in Abstimmung mit dem Cityhandel und unter Berücksichtigung des Einzelhandelskonzeptes fachmarktorientierte Ansiedlungen anzudenken. Dazu würde auch gehören, dass die Verkehrsanbindung in Richtung Innenstadt optimiert werden müsste. An der stark belasteten Kreuzung Hans-Böckler-/Karl-Heinz-Klingen-/Hünxer Straße könnte ein „Kreisverkehr positive Auswirkungen“ haben, findet Eickhoff und verweist auf entsprechende frühere Pläne. Erst so könnten sich die beiden Magnete Gewerbegebiet Mitte und Innenstadt „anziehen“ und nicht „abstoßen“.

Thema Stadtteile

Hiesfeld sei ein attraktiver Wohn- und Einkaufsstandort. Die „hohe Qualität dieses Quartiers“ müsse erhalten werden. Positiv sei, dass sich der Supermarkt als Nahversorger in der Mitte von Hiesfeld etabliert habe, auch der Neubau von Kiosk und Bürgerbüro sei ein Beitrag zur Stärkung des Stadtteilzentrums Hiesfeld. Mit Aufmerksamkeit verfolge man die Diskussion um das Ansiedlungsbemühen eines Supermarktes auf dem ehemaligen Zechengelände.

Die Bürgeranhörung im Ledigenheim hätte sehr gezeigt, welche langfristigen Auswirkungen ein zweites Versorgungszentrum auf Lohberg hätte.

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