Flüchtlinge

Voerde: Auftrag für Flüchtlingsunterkunft erfolgt im Februar

Auf dieser landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Schwanenstraße soll im Bereich hinter der Wohnbebauung eine Flüchtlingsunterkunft entstehen.

Foto: Markus Joosten

Auf dieser landwirtschaftlich genutzten Fläche an der Schwanenstraße soll im Bereich hinter der Wohnbebauung eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Foto: Markus Joosten

Voerde.   Stadt prüft zurzeit noch eingegangene Angebote für die Einrichtung an der Schwanenstraße. Möglicherweise greift sie auf gebrauchte Module zurück.

Die Stadt Voerde geht davon aus, dass sie wahrscheinlich erst im Februar den Auftrag für die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft an der Schwanenstraße wird vergeben können. Bekanntlich soll auf einem Teilstück der in ihrem Besitz befindlichen, landwirtschaftlich genutzten Fläche im Bereich hinter der Wohnbebauung der Kronprinzenstraße befristet auf drei Jahre Wohnraum mit Plätzen für 64 Menschen entstehen. Da es sich bei der Unterkunft um keine dauerhafte Lösung handelt, wird die Einrichtung nicht in Massiv-, sondern in Modulbauweise realisiert.

Die Stadt hat dazu eine Bauleistungsbeschreibung öffentlich ausgeschrieben und dabei auch „Nebenangebote“ zugelassen, die davon abweichen. Dazu gehören etwa gebrauchte Gebäude in Modulbauweise oder ein anderer Grundrisszuschnitt, wie Dezernent Wilfried Limke erläutert. Momentan läuft im Rathaus die Bewertung, wie weit die Nebenangebote von dem Bauprogramm abweichen und inwiefern selbiges noch erfüllt ist. „Das ist noch nicht zu Ende geprüft.“ Diese Frage zu klären, dauere, sagt Limke.

Es sollen zwei Gebäudeeinheiten mit jeweils 32 Plätzen eingerichtet werden

Ein Punkt, an dem festgehalten werden soll, sei, zwei Gebäudeeinheiten mit jeweils 32 Plätzen zu errichten, statt nur einen Bau mit 64. Es ist eine der Anpassungen, die von der Stadt nach Anregungen und Bedenken von Anwohnern vorgenommen wurden. Dazu gehört zudem unter anderem auch die eingeschossige Bauweise, wie jüngst Bürgermeister Dirk Haarmann gegenüber der NRZ erklärte.

Es sei schwierig, Module „wirtschaftlich“ zu bekommen. Die Preise seien gegenüber denen im vergangenen Frühjahr deutlich gestiegen, wie „überhaupt alle Bau- und Fertigungspreise“, erläutert Dezernent Limke. In ihrer Kalkulation hat die Stadt Gesamtkosten in Höhe von 900 000 Euro angesetzt.

Dezernent hält Fertigstellung im ersten Quartal dieses Jahres weiterhin für machbar

Trotz der länger währenden Bewertung der Angebote hält Limke eine Fertigstellung der Flüchtlingsunterkunft wie zuletzt kommuniziert im ersten Quartal dieses Jahres für machbar. Dies hänge davon ab, ob die Module erst im Werk produziert werden müssen oder ob eine gebrauchte Anlage zum Einsatz kommt. Sobald klar ist, was letztlich geplant werden soll, werde die Stadt vorher den kleinen Kreis von Anwohnern, die den Prozess konstruktiv begleiten würden, informieren, betont Limke.

Dass die Stadt Flüchtlingsunterkünfte auf Zeit errichtet, begründet sie mit einem Engpass in den bestehenden Einrichtungen, der vor allem darauf zurückzuführen sei, dass dort noch ein großer Teil schon anerkannter Asylbewerber lebt, da sie auf dem freien Wohnungsmarkt keine Wohnungen finden.

Zudem fallen Einrichtungen weg: Vor Weihnachten hat die Stadt laut Limke die drei Häuser an der Barbarastraße mit 108 Plätzen an die Eigentümerin Vivawest Wohnen übergeben. In diesem Monat wird die Pestalozzischule, auf deren Fläche ein neues Wohnquartier entstehen soll, freigezogen. Die wenigen dort noch untergebrachten Menschen ziehen in die Parkschule Friedrichsfeld um.

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