Urteil

Voerde: Mutter vor Zug gestoßen - BGH bestätigt Urteil

Blumen und Kerzen zum Gedenken an die kürzlich, auf dem Bahnhof Voerde, getötete Frau am Sonntag, den 21.07.2019 in Voerde. Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Blumen und Kerzen zum Gedenken an die kürzlich, auf dem Bahnhof Voerde, getötete Frau am Sonntag, den 21.07.2019 in Voerde. Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Voerde.  In Voerde wurde eine Frau im Sommer 2019 vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Das Opfer starb. Der Mann muss nun in die geschlossene Psychiatrie.

Es bleibt dabei: Ein Mann, der eine ihm unbekannte Frau in Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen hatte, kommt auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte diese Entscheidung des Landgerichts Duisburg, wie am Freitag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Damit ist die Anordnung rechtskräftig.

Die Mutter einer Tochter war noch im Gleisbett gestorben. Der in Deutschland geborene Serbe hatte die 34-Jährige am 20. Juli 2019 unvermittelt und ohne Anlass von hinten mit voller Wucht vom Bahnsteig gestoßen. Das Landgericht sah darin einen heimtückischen Mord, hielt den neunfachen Familienvater aber für schwer psychisch krank und deshalb schuldunfähig.

Wegen einer Schizophrenie sei seine Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert, vielleicht sogar komplett aufgehoben gewesen. Für die Allgemeinheit bleibe er gefährlich. Dagegen hatte der zum Abschluss des Duisburger Prozesses Anfang 2020 28-jährige Mann Revision eingelegt. Diese wies der BGH nun zurück. (dpa)

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