Heimatmuseum

Voerde: Räume für Heimatmuseum der Krickerhauer gesucht!

Bis Ende 2017 war das Heimatmuseum der Krickerhauer in Voerde im Altbau der ehemaligen Pestalozzischule untergebracht.

Bis Ende 2017 war das Heimatmuseum der Krickerhauer in Voerde im Altbau der ehemaligen Pestalozzischule untergebracht.

Foto: Heiko Kempken / Funke Foto Services

Voerde.  Nachdem der Plan geplatzt ist, das Heimatmuseum der Krickerhauer in Friedrichsfeld unterzubringen, läuft die schwierige Lösungssuche weiter.

Die Suche nach einem neuen Dach, unter dem die Krickerhauer die Ausstellungsstücke aus ihrem Heimatmuseum wieder zeigen können, läuft weiter. Die im Herbst 2017 verkündete frohe Botschaft, wonach die Karpatendeutsche Landsmannschaft in den Räumen der Spielvereinigung (SV) 08/29 Friedrichsfeld an der Heidestraße mit ihrer Sammlung unterkommen kann, ist Schnee von gestern. Der Plan hat sich vor einigen Monaten zerschlagen, wie der Erste und Technische Beigeordnete Wilfried Limke auf Nachfrage der NRZ erläutert. Letztlich scheiterte das Vorhaben an der Notwendigkeit, dass für das im Besitz des Sportvereins befindliche Gebäude, das Limke zufolge einen „hohen Bauunterhaltungsrückstand“ habe, einer der Beteiligten die Eigentümerfunktion hätte haben müssen. Es habe keiner den „Kopf dafür hinhalten“ können, die Funktionstüchtigkeit der Immobilie „auf Dauer zu sichern“ und im Bauunterhaltungsfall dafür gerade zu stehen: die Krickerhauer nicht, die, so war die Idee, die Räume mietfrei nutzen können sollten, die finanziell klamme Stadt nicht und auch die SV 08/29 nicht, die das nicht „für Dritte machen“ könne, betont Limke, der für Krickerhauer wie Sportverein Verständnis äußert.

Vor einigen Monaten wurde wieder alles auf Anfang gestellt

Und so kam es schließlich, dass vor einigen Monaten in Sachen Heimatmuseum alles wieder auf Anfang gestellt werden musste. In der Folge hatte sich die Stadt ihrer „Kontakte bedient“ und zwei neue Optionen – ebenfalls nicht ihre eigenen, sondern private Gebäude – geprüft, die aus „unterschiedlichen Gründen“ dann aber nicht in Frage kamen, wie Limke erklärt. Aktuell ist die Stadt, die nach wie vor auf der Suche sei, ihm zufolge bezüglich einer weiteren Lösung „noch im Gespräch“. Die „Möglichkeiten bleiben angespannt und schwierig“, beschreibt der Beigeordnete die nicht einfachen Bemühungen um neue Räumlichkeiten für die Krickerhauer. Wer eine gute Idee habe, wie man ihnen eine „zukunftsfähige Bleibe“ bieten könne, möge sich melden, wirbt Limke um Unterstützung.

Früher war das Heimatmuseum in einer Grundschule untergebracht

Die Aufgabe, eine solche zu finden, stellt sich seit dem erforderlichen Auszug der Krickerhauer aus der ehemaligen Pestalozzischule an der Alexanderstraße in Voerde, die schon vor längerer Zeit größtenteils dem Erdboden gleichgemacht wurde. Auf dem riesigen Gelände entsteht bekanntlich ein neues Wohnquartier. Der älteste Gebäudeteil der früheren Grundschule, in dem der Verein die Exponate ausstellte, wurde zwar nicht abgerissen, doch ist dafür eine andere Nutzung geplant. Ende 2017 zogen die Krickerhauer aus dem Altbau aus, die Suche nach einem neuen Zuhause dauert nun also schon eineinhalb Jahre.

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