Zeelink-Trasse

Zeelink: Voerder Bürger stellen Antrag für mehr Sicherheit

Der Initiativkreis Voerde „Todestrasse-nein-danke“ diskutierte über mögliche Gefahren an der Zeelink-Gasleitung.

Der Initiativkreis Voerde „Todestrasse-nein-danke“ diskutierte über mögliche Gefahren an der Zeelink-Gasleitung.

Voerde.   Beim Treffen des Initiativkreises Voerde „Todestrasse-nein-danke“ diskutierten die Bürger vor allem über mögliche Gefahren an der Gasleitung.

Im Saal der Gaststätte „Zur Kutsche“ sitzt ein gutes Dutzend Voerder Bürger und diskutiert über die Zeelink-Trasse, die in Zukunft auch das Stadtgebiet kreuzen soll. Am Tisch werden verschiedene Themen besprochen und man merkt, dass auch nach allen bisherigen Schritten, die im Verfahren rund um die Trasse gelaufen sind, bei den Bürgern noch immer Fragen offen sind.

Skepsis und teilweise auch Verärgerung

Zum Beispiel jene, ob man nun als Landwirt nach erfolgter Verlegung der Gaspipeline noch mit einem Traktor über diese hinwegfahren kann oder ob landwirtschaftliche Arbeiten im Umfeld der Trasse gefahrlos möglich sind. Dazu kam die Frage, ob es überhaupt ein tragfähiges Sicherheitskonzept für die Pipeline gibt. Hier herrschte Skepsis bei den Mitgliedern des Initiativkreises und teilweise auch eine gewisse Verärgerung darüber, wie man von Seiten der Firma mit den Sorgen der Bürger vor Ort umgeht.

Vor allem ging es aber um einen Bürgerantrag, den die Mitglieder des Initiativkreises an die Stadt Voerde richten möchten. „Wir wollen nicht, dass die Leitung im offenen Bauverfahren an Wirtschaftswegen gebaut wird“, erklärt Astrid Dieckmann vom Initiativkreis. Es soll also nach Möglichkeit verhindert werden, dass Wege aufgerissen werden und nachher wieder in ihren Ursprungszustand zurückversetzt werden müssen. Zum einen, um längerfristige Straßensperrungen zu verhindern, zum anderen, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Denn für die Wiederherstellung der Wege wären Verdichtungsmaßnahmen des Untergrunds erforderlich und genau solche hätten in Belgien zum Bruch einer Gaspipeline geführt, die in einer Explosion endete, die 24 Menschen das Leben kostete. „Eine alternative Bauweise wäre für das Unternehmen zwar teurer, aber unserer Meinung nach auch sicherer“, sagte Astrid Dieckmann bei dem Treffen.

Den Antrag diskutieren

Mit dem Bürgerantrag will der Initiativkreis vor allem dafür sorgen, dass die Politik in Voerde sich noch einmal intensiver mit dem Thema beschäftigt. Dazu würde man es sich wünschen, dass der Antrag im Stadtrat und den zuständigen Fachausschüssen diskutiert wird. „Wir werden das Projekt sicher nicht stoppen können, aber vielleicht können wir an der ein oder anderen Stelle Verbesserungen erreichen“, sagte Lizzy Füllgraf, die sich ebenfalls im Initiativkreis engagiert.

Der Bürgerantrag soll nun entsprechend formuliert und eingereicht werden, und zwar rechtzeitig vor der nächsten Sitzung des Stadtrates am 9. Oktober. Der Initiativkreis ist auch weiterhin noch auf der Suche nach Bürgern, die sich hier engagieren wollen oder einen solchen Antrag ebenfalls einreichen möchten. Interessierte können mit Astrid Dieckmann in Kontakt treten (Telefon 0163 1769728, E-Mail: dieckmannastrid@gmail.com). Der Protest der Bürger gegen die Gaspipeline soll auch in Voerde weitergehen.

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