Klimanotstand

Voerder Grüner: Bei Feuerwerk geht es um Feinstaubbelastung

Mit dem in Voerde ausgerufenen Klimanotstand kam eine Diskussion um ein mögliches Verbot des Feuerwerks bei der Nottekirmes auf.

Mit dem in Voerde ausgerufenen Klimanotstand kam eine Diskussion um ein mögliches Verbot des Feuerwerks bei der Nottekirmes auf.

Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services

Voerde.  Für Dr. Hans-Peter Weiß (Grüne) läuft die im Zusammenhang mit dem Klimanotstand geführte Debatte um das Kirmesfeuerwerk in die falsche Richtung.

Nach Ansicht von Dr. Hans-Peter Weiß läuft die Diskussion um den in Voerde ausgerufenen Klimanotstand „in die falsche Richtung“. Der sachkundige Bürger der Grünen und promovierte Chemiker verweist auf die im Zusammenhang mit der Erklärung geführte Debatte um das Feuerwerk bei der Nottekirmes, die jüngst auch im Stadtrat aufkam. Für Weiß ist dies „völlig unverständlich, denn bei einem Feuerwerk dieser Größenordnung wird insgesamt etwa soviel klimaschädliches Kohlenstoffdioxid in die Luft gepustet, wie bei der Verbrennung von einem Liter Benzin entsteht“.

Ein Feuerwerk habe somit überhaupt nichts mit Klimanotstand zu tun. Bei einem Feuerwerk gehe es einzig und allein um Feinstaubbelastung. Im Gegensatz zu den Treibhausgasen, die sich über die Atmosphäre auf der ganzen Welt verteilten, bleibe Feinstaub im Wesentlichen ein lokal begrenztes Phänomen. Der weitaus größte Teil davon falle in der Umgebung seiner Quelle auf den Boden. „Feinstaub ist Luftverschmutzung – Kohlenstoffdioxid sorgt für Klimaerwärmung!“, sagt Weiß.

Grünen-Fraktionschef äußerte Wunsch nach Feuerwerksverzicht

Zur Erinnerung: Die NRZ hatte Grünen-Fraktionschef Stefan Meiners mit just der Aussage, dass ein Feuerwerk viel mehr mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub als mit klimaschädlichem Kohlendioxid zu tun habe, zitiert – und damit: „aber Klima ist ja mehr als CO2. Auch hatte Meiners den Wunsch nach einem Feuerwerksverzicht geäußert und betont, nicht auf ein Verbot, sondern darauf zu setzen, dass die Politik mit dem Veranstalter ein gemeinsames Verständnis für diese Problematik findet.

Parteifreund Weiß unterstreicht noch einmal, dass es beim Klimanotstand nicht um das Verbieten singulärer Ereignisse oder Festivitäten gehe – was aber „gerne von manchen politischen Parteien im Rahmen ihrer Symbolpolitik nach vorne geschoben wird“. (P.K.)

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