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Voerder Jugendhilfeausschuss stimmte Spielpatz-Vorlage zu

Auch der Spielplatz an der Ostlandstraße in Voerde ist einer von zehn Spielplätzen im Stadtgebiet die auf der Liste der zu schließenden Spielplätze stehen.

Foto: Lars Fröhlich

Auch der Spielplatz an der Ostlandstraße in Voerde ist einer von zehn Spielplätzen im Stadtgebiet die auf der Liste der zu schließenden Spielplätze stehen. Foto: Lars Fröhlich

Voerde.   Bedarfsplan soll Ende des Jahres verabschiedet werden - ebenso wie die Spielplätze, die geschlossen werden. Bürger sollen beteiligt werden.

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Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Voerde hat der Vorlage zur Spielflächenbedarfsplanung zugestimmt. Die aktuelle Planung – die Verteilung der Spielflächen im Stadtgebiet – stammt von 1992, seitdem gab es große strukturelle Veränderungen innerhalb der Bevölkerung, betont Bürgermeister Dirk Haarmann: „Da wo früher viele Kinder waren, wohnen jetzt keine mehr, dafür wohnen welche an anderer Stelle.“ Zudem habe Voerde aufgrund der demographischen Entwicklung „deutlich weniger Kinder als früher. Bei der Überprüfung sämtlicher 70 Spielflächen habe sich gezeigt: „Wir brauchen neue Spielplätze, wir müssen Spielplätze, die stark frequentiert werden, aufwerten. Und wir können aber auch Spielflächen verkleinern oder ganz aufgeben.“

Qualitätskriterien für Spielplätze verabschiedet

In der Sitzung wurden Qualitätskriterien verabschiedet, die für die Gestaltung der Spielplätze gelten sollen und Prioritäten, nach denen die vorrangig zu gestaltenden Plätze ausgewählt werden. Acht Spielplätze könnten verkleinert, zehn weitere – darunter auch Flächen, die nur als Spielfläche vorgehalten werden – aufgegeben und, so die Empfehlung, sukzessive vermarktet werden. Das Geld soll in die verbleibenden Spielplätze gesteckt werden.

Dieser Punkt hatte zu Diskussionen in der Bevölkerung geführt. Welche Spielflächen aufgegeben und verkleinert werden, soll gemeinsam mit der Verabschiedung des Spielflächenbedarfsplanes Ende des Jahres beschlossen werden. Die Bürger sollen beteiligt werden, so die SPD.

„Wir reden nicht über ein Kürzungsprogramm“

„Familienfreundlichkeit bedeutet nicht, Spielflächen um jeden Preis zu erhalten“, erklärt Uwe Goemann, Fraktionsvorsitzender der SPD, auf deren Antrag die Spielflächenbedarfsplanung angepackt wurde. „Wir reden nicht über ein Kürzungsprogramm, sondern darüber, wie wir gezielt die notwendigen Finanzmittel zur Qualitätssteigerung einsetzen und wie wir die Möglichkeit gewinnen, diesen Prozess durch Verkauf nicht mehr benötigter Flächen zu beschleunigen.“ Viele Spielplätze seien „in die Jahre gekommen und wurden in Teilen aufgrund der Sparzwänge nicht ausreichend instand gesetzt“, so Goemann.

Drei Standorte seien schon jetzt für neue Spielflächen vorgesehen, so Haarmann: In der Umgebung von Haus Voerde wurde Bedarf gesehen, in Stockum, und auch das Außengelände am Tannenbusch soll laut Beschluss eine Spielfläche beinhalten. Zudem habe Voerde „die Maßgabe, dass wir in Neubaugebieten Spielflächen entwickeln - etwa an der nördlichen Landwehr“. Insgesamt, so Goemann, „wird durch diesen Prozess das Spielflächenangebot der Stadt deutlich aufgewertet“.

Die Bewertung des Bedarfs in den Stadtteilen findet sich auf https://ris.voerde.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZdJ3L3eN6FnjORImapELuGY

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