Elektromobilität

Voerder Politik setzt E-Mobilität auf die städtische Agenda

SPD und WGV rücken das Thema E-Mobilität in den Fokus.

SPD und WGV rücken das Thema E-Mobilität in den Fokus.

Voerde.   SPD fordert Ladestationen an den Bahnhöfen Voerde und Friedrichsfeld, WGV erinnert an ihren Antrag von 2013, den Fuhrpark der Stadt umzurüsten.

Teile der Politik setzen das Thema Elektromobilität in der Stadt auf die Agenda: Die SPD-Fraktion hat dazu just einen Antrag auf den Weg gebracht, die Wählergemeinschaft (WGV) nahm diesen aktuellen Vorstoß in der jüngsten Ratssitzung zum Anlass, ein ähnliches, von ihr bereits vor fast fünf Jahren zu Papier gebrachtes Ansinnen in Erinnerung zu rufen, das offenbar im Rathaus unter die Räder gekommen ist.

SPD fordert Ladestationen an beiden Bahnhöfen

Die SPD will, dass die Verwaltung umgehend ein Konzept mit dem Ziel erarbeitet, an den Bahnhöfen Voerde und Friedrichsfeld alsbald drei Schnellladestationen für Elektroautos zu errichten. An den Standorten sollen je zwei Parkbuchten zum Aufladen von Fahrzeugen vorgesehen werden. Jeweils eine davon soll Taxen vorbehalten sein. Zudem soll die Verwaltung weitere Standorte in den Stadtteilen hinsichtlich eines vergleichbaren Bedarfes evaluieren.

Die SPD argumentiert unter anderem damit, dass der Bedarf an E-Mobilität vor dem Hintergrund drohender Fahrverbote für Diesel-Pkw in umliegenden Ruhrgebietsstädten und Düsseldorf kurzfristig sicher zunehmen werde. Um Bürgern in Voerde einen Umstieg auf E-Mobilität zu ermöglichen, sei die hierzu notwendige Infrastruktur zu schaffen.

WGV: Fuhrpark auf elektrische Antriebe umstellen

Der auf den 18. November 2013 datierte Antrag, den die WGV im Zuge der Haushaltsberatungen für das Jahr 2014 gestellt hatte, konzentriert sich auf den städtischen Fuhrpark. Ihre Forderung: Bei anstehenden und künftigen Beschaffungen von Fahrzeugen sollen rein elektrische – oder übergangsweise – Hybrid-Antriebe Berücksichtigung finden. Ziel sei es, „Zug um Zug auf einen vollständig emissionsfreien Fahrzeugbetrieb umzustellen“.

Dafür sprächen gewichtige Gründe. Der „emissionsfreie sowie Wartungs und Betriebskosten sparende“ Elektroantrieb, sei „geradezu vorbildlich“. Elektrisches Fahren sei, was die entstehenden Betriebskosten betrifft, konkurrenzlos günstig, weil elektrische Antriebe um ein Vielfaches höhere Wirkungsgrade als Verbrennungsmotoren haben, und bei diesen keine Mineralölsteuer anfalle.

Haarmann: Kosten dürfen nicht an Stadt hängen bleiben

WGV-Fraktionschef Christian Garden stellte in der Ratssitzung den Antrag „wortwörtlich“ so noch einmal. Bürgermeister Dirk Haarmann sagte zu, dass die dort angeführten Aspekte bei der Erarbeitung der Drucksache aufgegriffen werden. Grundsätzlich mahnte er, die Stadt könne beim Aufbau eines Ladestationennetzes nur einspringen, wenn die Kosten nicht an ihr hängen blieben.

Georg Schneider (CDU) erinnerte, dass die im Zuge der Umgestaltung des Marktplatzes in Friedrichsfeld geplante Errichtung einer E-Ladestation wegen des ausgegangenen Geldes nicht habe realisiert werden können. Vielleicht lasse sich das Vorhaben über Firmen durch Werbemaßnahmen finanzieren. „Wir müssen sehen, dass wir Sponsoren finden“, appellierte er. (P.K.)

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