Festival

Voerder Schlossabende hatten einen glanzvollen Auftakt

Corinna De Pooter, Michael Mrosek und Andrea Eurich (v.l.) bei einem gemeinsamen Auftritt am Mittwoch beim Auftakt der diesjährigen Voerder Schlossabende an der Allee.Foto: Erwin Pottgiesser

Corinna De Pooter, Michael Mrosek und Andrea Eurich (v.l.) bei einem gemeinsamen Auftritt am Mittwoch beim Auftakt der diesjährigen Voerder Schlossabende an der Allee.Foto: Erwin Pottgiesser

Voerde.   Bei den Voerder Schlossabenden wurde ein Feuerwerk an beliebten und bekannten Melodien aus Musical und Film gezündet – dem Regen zum Trotz.

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Pünktlich zur Eröffnung der Voerder Schlossabende, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen feiern, hörte es am Mittwoch auf zu regnen. „Fast perfektes Wetter“, meinte Veranstalter Dirk Elfgen mit einem Blick zum Himmel. „Der Regen kann uns mal“, gab sich Moderator und Baritonsänger Michael Mrosek, ein Urgestein der Schlossabende, kämpferisch optimistisch. Doch nicht nur bei den Künstlern, auch bei den Zuschauern des Programms „Musical- und Filmwelthits“ war die Stimmung von Beginn an gut. Neben Stargast Edwina De Pooter und Sopranistin Andrea Eurich – beide standen beim Voerder Musikfestival nicht zum ersten Mal auf der Bühne – gab es mit Corinna De Pooter auch ein neues Gesicht.

Beim Klassiker „Cabaret“ sprang der Funke von der Bühne aus gleich aufs Publikum über

Den musikalischen Auftakt machten die Künstler mit „Sei hier Gast“ aus „Die Schöne und das Biest“. Als der letzte Ton des Liedes verklang, zündeten sie eine Rakete mit buntem Konfetti – der Startschuss für ein Feuerwerk an beliebten und bekannten Melodien aus Musical und Film. Beim Klassiker „Cabaret“ sprang der Funke von der Bühne aus gleich aufs Publikum über und das Duett von Andrea Eurich und Michael Mrosek zu „Wenn ich tanzen will“ („Elisabeth“) brachte die erste Gänsehaut des Abends. Auch Corinna De Pooter sorgte mit „Mamma Mia“ für eine tolle Atmosphäre und überraschte mit ihrer kraftvollen Stimme. Mit dem Stück „Für mich“ („Les Miserables“) schlug sie auch leise Töne an und stellte ihre Vielseitigkeit unter Beweis.

Ihre komödiantische Seite zeigten Andrea Eurich und Michael Mrosek als Eliza Doolittle und Professor Higgins aus „My Fair Lady“, als sie die korrekte Aussprache von „Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen“ übten, denn wenn Eliza in der Voerder Gesellschaft etwas werden will, muss sie sich schließlich artikulieren können. Und während Eliza zur Freude des Publikums noch übte, beherrschten die Zuschauer den bekannten Satz perfekt.

Stargast Edwina De Pooter stach mit ihrer Bühnenpräsenz heraus

Das gut aufgelegte Ensemble war mit ebenso großer Begeisterung bei der Sache wie das Publikum. Eine stach mit ihrer Bühnenpräsenz aber heraus: Stargast Edwina De Pooter. Unabhängig davon, ob die Powerfrau mit der ausdrucksstarken Stimme mit einer Ballade berührte oder mit einem flotten „Super Trouper“ das Publikum mitriss – sie war einfach authentisch und strahlte bei jedem Lied große Freude aus.

Nach der Pause entführte das Ensemble seine Zuhörer in das Phantasiereich von Disney. Das Lied zu „Arielle“ sei dem Wasser geschuldet, kommentierte Michael Mrosek den wieder einsetzenden Regen. Davon ließen sich aber weder Publikum noch Künstler die Laune verhageln. Der Bariton überzeugte in gefühlvollen Duetten mit Corinna De Pooter („Sind die Sterne gegen uns“) und Andrea Eurich bei „Totale Finsternis“, das in der einsetzenden Dämmerung auf der beleuchteten Allee ebenso gut zur Geltung kam wie „Das Phantom der Oper“.

Veranstalter Dirk Elfgen steuerte ein Udo-Jürgens-Medley bei – stilecht am weißen Flügel

Dirk Elfgen, der als Vollblut-Entertainer nicht nur reden, sondern auch singen kann, steuerte ein Udo-Jürgens-Medley bei – stilecht am weißen Flügel. Unter all den bekannten Melodien präsentierten Mrosek und Eurich eine unbekannte Perle: Die Ballade „Liebe endet nie“ aus Dürrenmatts Tragikomödie „Besuch der alten Dame“. Ein melancholisches, wunderschönes Lied.

Ein Stück zum Träumen war auch Edwina De Pooters Interpretation zu „Somewhere over the rainbow“. Mit Zuschauer Peter holte sich die Sängerin männliche Unterstützung. Zwar erklomm dieser mit einer Krücke die Stufen zur Bühne, ließ es sich aber nicht nehmen, zu „Hit the road Jack“, „Golden eye“ und den „Blues Brothers“ zu tanzen und mit Edwina De Pooter die Bühne zu rocken – unter dem begeisterten Beifall des Publikums.

Mit einem ihrer Lieblingslieder („Ich gehör nur mir“) läutete Edwina De Pooter das Finale des stimmungsvollen und abwechslungsreichen Abends ein, der „Time Warp“ durfte als Zugabe des gesamten Ensembles aber nicht fehlen und setzte einen gelungenen Schlussakkord unter einen glanzvollen Auftakt der Voerder Schlossabende.

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