Imagefilm

Voldemort-Sprecher soll in Imagefilm für Dinslaken werben

Stellten das Projekt „Imagefilm für Dinslaken“ gemeinsam vor (v.l.): Stadtsprecher Marcel Sturm, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und die Produzenten und Regisseure Adnan Köse und Thorsten Ippendorf.

Stellten das Projekt „Imagefilm für Dinslaken“ gemeinsam vor (v.l.): Stadtsprecher Marcel Sturm, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und die Produzenten und Regisseure Adnan Köse und Thorsten Ippendorf.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Adnan Köse und Thorsten „Ippi“ Ippendorf werden den Imagefilm für die Stadt Dinslaken drehen. Der Protagonist darin ist kein Unbekannter.

Die Regisseure und Produzenten Adnan Köse und Thorsten „Ippi“ Ippendorf werden den neuen Imagefilm für die Stadt drehen. Die zwei Dinslakener Filmemacher, die Bürgermeister Dr. Michael Heidinger als „ausgewiesene Lokalmatadoren“ bezeichnet, haben sich bei dem bundesweit ausgeschriebenen Projekt klar gegen fünf andere Bewerber durchgesetzt.

Insgesamt habe es laut Stadtsprecher Marcel Sturm sogar zwölf Bewerbungen gegeben, sechs von ihnen seien jedoch allein aus formalen Gründen abgelehnt worden.

„Wichtige Visitenkarte“

Bis Ende November, dann ist Abgabe, sollen Köse und Ippendorf den drei bis fünf Minuten langen Imagefilm fertiggestellt haben. Er soll laut Bürgermeister Michael Heidinger zu „einer wichtigen Visitenkarte für Dinslaken werden“ und den Menschen hier sowie anderswo in Deutschland und der Welt auf emotionale Weise veranschaulichen, „dass Dinslaken das Beste mehrerer Welten verbindet: Metropole Ruhr und Niederrhein, Moderne und Tradition, Jung und Alt“.

Da Dinslaken jedoch, wie Produzent Thorsten „Ippi“ Ippendorf es ausdrückt, „viel mehr zu zeigen hat, als es in drei bis fünf Minuten möglich ist“, planen die beiden Filmemacher außerdem eine längere knapp 15 Minuten lange Version zu drehen.

Bekannter Schauspieler und Synchronsprecher soll mitwirken

Wie und wann genau beide Varianten für die Öffentlichkeit zu sehen sein werden, ist derzeit noch nicht klar – möglicherweise könnte es noch in der Vorweihnachtszeit soweit sein, hofft Stadtsprecher Sturm.

Fest steht aber schon, wer und was darin zu sehen sein sollen: „Wir haben bereits ein mündliche Zusage von Udo Schenk bekommen“, sagt Regisseur Köse.

Der deutsche Schauspieler ist unter anderem durch seine Rolle in der Serie „In aller Freundschaft“ bekannt – hat sich aber auch als Synchronstimme für die US-amerikanischen Schauspieler Ray Liotta und Kevin Bacon sowie die britischen Schauspieler Ralph Fiennes (der unter anderem Lord Voldemort, den Antagonisten in der Harry-Potter-Filmreihe spielte) und Gary Oldman einen Namen gemacht. Die Bewegtbilder aufnahmen wird Kameramann James Jacobs aus München.

Schauspieler Udo Schenk soll in dem Imagefilm, so verrät Adnan Köse, als Reisender nach Dinslaken kommen und hier auf den Nachtwächter Heinrich Denkhaus treffen, der von Eduard Sachtje verkörpert wird. Was genau die beiden Protagonisten dann gemeinsam in Dinslaken erleben werden, mag Köse noch nicht näher verraten – klar ist aber: Sie werden typische, bedeutsame und eindrucksvolle Gebäude, Gegebenheiten und Gelegenheiten in der Stadt besichtigen – wie Innenstadt, Neutor-Galerie, Burgtheater, Hiesfelder Mühlen, Bergpark oder Rotbach, wie Fantastival oder Din-Tage.

Das Projekt ist für beide eine Herzensangelegenheit

„Der Film wird auf jeden Fall ein Unikum – etwas, das so noch nie gemacht wurde“, verspricht Adnan Köse. Diesen Anspruch hätten Ippendorf und er an sich selbst. Der Zuschauer solle nach dem Film das Gefühl haben: „Wow, das ist Provinz am Niederrhein – da will ich auch mal hin!“, sagt Köse.

Beide bezeichnen das Projekt als eine „Herzensangelegenheit“. „Wir wollen und werden da auch nicht dran verdienen“, sagt Ippendorf. Die Stadt stellt mit Blick auf die Haushaltslage sowieso nur 24.000 Euro für die Produktion zur Verfügung.

>> Jury bestand aus sechs städtischen Mitarbeitern

Der Rat hatte im März 2018 zugestimmt, einen neuen Imagefilm für Dinslaken erstellen zu lassen, der auch für internationale Präsentationen genutzt werden kann. Hervorgegangen war die Idee damals aus einem Antrag der CDU.

Der Film, so hieß es dann Ende 2018, dürfe „mit Blick auf die Haushaltslage“ maximal 24.000 Euro kosten – für ein solches Projekt, erklärte die Verwaltung damals, sei das wenig: Normalerweise sei ein Kostenpreis von bis zu 50.000 Euro netto realistisch für ein solches Projekt.

Die Jury, die sich schlussendlich für Adnan Köse und Thorsten „Ippi“ Ippendorf entschieden hat, bestand aus sechs städtischen Mitarbeitern: Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, der Beigeordneten Christa Jahnke-Horstmann, Stadtsprecher Marcel Sturm, Referent Thomas Pieperhoff, Thomas Termath, Leiter des Geschäftsbereich Bildung, Kultur, Freizeit, Sport und der damaligen städtischen Wirtschaftsförderin Svenja Krämer.

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