Trabrennbahn

Volle Ränge beim Silvester-Renntag

Zum Jahresabschluss ging es auf der Dinslakener Trabrennbahn in acht Rennen rund. Die Zuschauer waren begeistert vom Trabrennspektakel.

Zum Jahresabschluss ging es auf der Dinslakener Trabrennbahn in acht Rennen rund. Die Zuschauer waren begeistert vom Trabrennspektakel.

Foto: Erwin Pottgiesser

Dinslaken.   Dass die Trabrennbahn Ende 2022 geschlossen werden soll, ist für viele Besucher der Silvester-Rennen noch immer kaum vorstellbar.

Auf der Sandstrecke der Dinslakener Trabrennbahn ziehen schon einige Pferde die Sulkis mit Fahrern hinter sich her, als die Besucher in Richtung der Holztribüne strömen.

Das Gebäude ist gut gefüllt. An den Tischen sitzen einzelne Rennfreunde, Gruppen, Paare und Familien. Während einige die Atmosphäre des Renntages zum Jahresabschluss genießen, sind andere schon in Diskussionen über die Pferde und Fahrer vertieft und füllen ihre Wettscheine für das erste Rennen aus.

Auf einer Bank vor dem Gebäude sitzen Angelika und Helmut Goch und schauen Pferden und Fahrern bei ihren Aufwärmrunden zu. „Wir kommen eigentlich jedes Jahr zu Silvester hierher“, sagt Helmut Goch. „Auch im Sommer kommen wir gerne her und machen uns einen schönen Nachmittag“, erklärt seine Ehefrau Angelika.

Viele Erinnerungen sind mit der Rennbahn verbunden

Die beiden finden es schade, dass die Trabrennbahn Ende des Jahres 2022 geschlossen werden soll. „Es hängen sehr viele Erinnerungen daran“, sagt Angelika Goch.

Früher haben sie sich mit Arbeitskollegen hier getroffen und noch heute ist die Trabrennbahn für sie ein gern genutzter Anlaufpunkt. „Man hat manchmal den Eindruck, als würde alles Schöne aus Dinslaken verschwinden“, sagt Angelika Goch.

Selbst als Fahrer Rennen gefahren

Auch Luigi Manis wird die Dinslakener Trabrennbahn vermissen. „Ich bin schon als kleiner Junge mit meinem Vater hierher gekommen und später bin ich selbst als Fahrer Rennen gefahren“, erzählt der 58-Jährige.

Für ihn ist die Trabrennbahn in Dinslaken eigentlich ein Muss. „Aber ich weiß auch, dass in dieser Hinsicht viel versucht wurde und es einfach nicht funktioniert“, sagt er.

Zu Silvester ein Pflichtprogramm

Seit der Geburt ihres fünfjährigen Sohnes Juls ist für Christian und Sonja Grothuysen der Besuch auf der Trabrennbahn zu Silvester ein Pflichtprogramm. „Wir machen das, um uns die Zeit bis zum Abend zu vertreiben. Außerdem liebt Juls Pferde“, erzählt Christian Grothuysen.

„Noch schöner wäre es, wenn Winnetou auf ihnen reiten würde, oder?“, fragt Sonja den Fünfjährigen. Der nickt und grinst über das ganze Gesicht. Der Besuch auf der Trabrennbahn bringt anscheinend der ganzen Familie Spaß.

„Wenn hier Ende 2022 Schluss ist, dann werden wir uns wohl eine andere Trabrennbahn suchen müssen, um unsere Tradition fortzusetzen“, sagt Christian Grothuysen. Fraglich, ob es dann eine Alternative geben wird, ist das Silvester-Rennen in Dinslaken doch eines der wenigen, die an diesem Datum in der näheren Umgebung stattfinden.

Die Begeisterung ist ungebrochen

Dann startet das erste Rennen über eine Distanz von 2100 Metern. Die Zuschauer versammeln sich vor dem Gebäude der Holztribüne direkt an der Strecke oder stehen drinnen an den Fenstern, während die Fahrer auf den Sulkys die Rennpferde um die Bahn lenken.

Nach rund einer Minute und 20 Sekunden ist das Rennen vorbei. Theo Lettgen, der Vorsitzende des Trabrennvereins Dinslaken blickt auf die Besucher. „So voll dürfte es hier gerne an jedem Renntag sein“, sagt er. „Die Begeisterung für Trabrennen ist ungebrochen“, erklärt Lettgen. „Aber da mittlerweile jeder von überall die Rennen verfolgen und darauf wetten kann, kommen die Menschen nicht immer hierher.“

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