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Wird ein Skoda aus Dinslaken Kilometerkönig im Kreis Wesel?

Vor gut zwölf Jahren kaufte Ulrich Herbers seinen Skoda Octavia.

Vor gut zwölf Jahren kaufte Ulrich Herbers seinen Skoda Octavia.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Vor gut zwölf Jahren kaufte Ulrich Herbers aus Hiesfeld seinen Skoda Octavia. 310 744 Kilometer hat das Auto auf dem Tacho und fährt zuverlässig.

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Bei der Suche nach dem Kilometer-König im Kreis Wesel sind wir ein bisschen weitergekommen, bei den Bewerbern bewegen wir uns jetzt bei einer Laufleistung von mehr als 300 000 Kilometern.

Karlheinz Konrad ist noch eine Extrarunde um den Pudding gefahren, um den Kilometerstand von 300 000 fotografieren zu können. Davor hatte sein Audi A8 genau 299 998 Kilometer auf dem Tacho. „Als passionierter Audi-Fahrer gehe ich davon aus, dass der A 8 noch einiges mehr kann. Würde ihn daher gerne noch mindestens zwei Jahre weiter fahren“, berichtet der Dinslakener. Erworben hat er ihn vor fünf Jahren, da hatte der Pkw schon acht Jahre auf dem Buckel und rund 100 000 Kilometer auf dem Tacho. „Umgerüstet auf Gas, hat er uns bei vielen Urlaubsfahrten und im Alltag nie im Stich gelassen“, so Konrad. Der jetzige Kilometerstand beläuft sich auf genau 301 025 Kilometer.

In diesen Kilometer-Regionen ist auch der Wagen von Milos Babic unterwegs. Es ist ein 5er BMW aus dem Jahr 1998 und hat 303 700 Kilometer auf dem Tacho. Ein bisschen mehr auf dem Tacho hat der Audi A4 von Michael Kahl: Für den Wagen, Baujahr 2000, meldet er einen Tachostand von 304 300 Kilometern. Und Harald Doliwa hat sich mit seinem Skoda Roomster beworben, der 2007 zugelassen worden ist und mit seinen 305 323 Kilometern auf dem Tacho immer noch tadellos läuft, wie er berichtet: „1. Besitzer, 1. Maschine, 1. Kupplung.“

Leider reicht das alles aber nicht für Platz eins. Denn in Hiesfeld steht in einer Garage ein Skoda Octavia, der noch ein bisschen mehr gelaufen ist.

Der Wagen von Ulrich Herbers fällt ohne Frage in die Kategorie zuverlässig. Im Vergleich zum vorgestellten BMW Verona, der „zugegebenermaßen ein tolles Auto“ sei, sagt er, habe seines aber schon 310 744 Kilometer hinter sich. „Als ich es vor gut zwölf Jahren neu gekauft habe, wollte ich ein solides Alltagsfahrzeug, in dem ich auch mal mein Mountainbike mitnehmen kann“, erzählt Herbers. Er wollte den Wagen, wenn möglich, bis zur Rente fahren, so der Hiesfelder, der beim Kauf des Skoda 47 Jahre alt war.

Zuverlässig legt er mit dem Kombi den Weg zur Arbeit zurück, zunächst nach Wülfrath und seit fünf Jahren nach Heiligenhaus. „Das heißt jeden Tag 50 Kilometer hin und 50 Kilometer zurück, vorwiegend über die A3 bis Kreuz Breitscheid. Dass das morgens um acht Uhr keine reine Freude ist, kann sich jeder denken“, so Herbers. Er habe auch erst zwei größere Reparaturen über 1000 Euro, beide jenseits der 200 000-Kilometer-Marke. „Also fahre ich mein Schätzchen noch, so lange es geht oder bis dass der TÜV uns scheidet.“

In 40 Jahren habe er sieben Autos gehabt. Zunächst einen Triumph Spitfire, danach einen Ford 12m. Herbers fuhr auch schon einen Opel Rekord, zweimal schaffte er sich einen Peugeot 205 an, wechselte dann zu Honda und landete dann beim Skoda. Und mit dem habe er in den nun fast 13 Jahren nur einen leichten Unfall gehabt. Auf dem Garagenhof. Beim Rangieren sei er gegen ein anderes Auto gefahren.

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