HALTEVERBOT

Witzbold hat Verkehrsschild beklebt - Knöllchen ungültig

Plötzlich hatte das Halteverbotsschild an der Hagenstraße einen zweiten Pfeil. Wer dort parkte, erhielt ein Knöllchen. Aber der Pfeil stammte gar nicht von der Stadt Dinslaken.

Foto: Markus Joosten

Plötzlich hatte das Halteverbotsschild an der Hagenstraße einen zweiten Pfeil. Wer dort parkte, erhielt ein Knöllchen. Aber der Pfeil stammte gar nicht von der Stadt Dinslaken. Foto: Markus Joosten

Dinslaken.   Das Halteverbot an der Hagenstraße hatte plötzlich einen zweiten Pfeil. Der stammte aber nicht von der Stadt Dinslaken. Verweise gab’s trotzdem.

Die Stadt Dinslaken konnte Licht die Knöllchen-Posse an der Hagenstraße bringen (wir berichteten). Grundsätzlich, so Stadtsprecher Marcel Sturm, handele es sich dabei um zwei verschiedene Sachverhalte: Einerseits die Baustelle, die am 14. September eingerichtet werden sollte aber wegen schlechten Wetter nicht eingerichtet wurde. Und die Kontrollaktion des städtischen Ordnungsdienstes am 20. September.

Halteverbot schien nun auf beiden Seiten zu gelten

An diesem Tag hatte Anwohnerin Andrea van Cleev, die sich an uns gewandt hatte, auf dem Parkstreifen zwischen Voerder Straße und Hagenschule ein Knöllchen wegen Parkens im Halteverbot erhalten. Dort, wo eigentlich gebaut werden sollte. Grund war aber nicht die Baustelle - die gab es ja nicht. Sondern: Das Halteverbotsschild, das dort schon vorher stand, hatte spontan einen zweiten Pfeil bekommen, der nun das Halteverbot auch auf die andere Seite des Schildes ausdehnte.

„Der Ordnungsdienst hat keinen Fehler gemacht“

„Zum Zeitpunkt der Verwarnung waren auf dem Schild tatsächlich zwei Pfeile“, teilt nun die Stadt Dinslaken mit und schlussfolgert: „Der Ordnungsdienst hat also keinen Fehler gemacht.“

Stadt vermutet: eine „unbefugte Person hat sich einen Spaß erlaubt“

Aber: Die Stadt selbst habe den zweiten, neuen Pfeil gar nicht angebracht. „Für den zweiten Pfeil gab es hier keine verkehrsrechtliche Anordnung. Wir vermuten, dass sich eine unbefugte Person einen ‘Spaß’ erlaubt hat und in die Beschilderung eingegriffen hat“, so Marcel Sturm. Der Pfeil habe sehr professionell ausgesehen, auf den ersten Blick sei nicht zu erkennen gewesen, dass es sich um eine Fälschung gehandelt habe. Die Stadt weist darauf hin, dass das Manipulieren von Schildern nicht erlaubt ist.

Verweis wird zurückgenommen

Da es aber nun „keine verkehrsrechtliche Anordnung“ gab, wird die Verwarnung für „zurückgenommen“. Andrea van Cleev muss also das Knöllchen nicht bezahlen. (aha)

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik