Zeche Lohberg

Zeche Lohberg: Wasserturm soll denkmalgerecht saniert werden

Der Wasserturm auf em Zechengelände Lohberg soll saniert werden.

Der Wasserturm auf em Zechengelände Lohberg soll saniert werden.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Dinslaken.  Der Wasserturm auf dem Zechengelände in Dinslaken-Lohberg soll hergerichtet werden. Die Sanierung musste schon einmal verschoben werden.

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Der Wasserturm im Zentralcluster des ehemaligen Bergwerks Lohberg soll denkmalgerecht hergerichtet werden. Diese Aufgabe gehört zu den Pflichtaufgaben der Stadt Dinslaken, denn der Wasserturm zwar vom Verein Parkwerk genutzt, befindet sich als einiges der denkmalgeschützten Zechengebäude im Besitz der Stadt.

Fördermittel standen schon bereit

Der Erwerb des Wasserturms stand im Zusammenhang mit der erfolgreichen Akquise von Städtebaufördermitteln zur Herrichtung des ehemaligen Technikraums als Bewohnertreff zur Nutzung durch den Verein Parkwerk. Die Fördermittel von 200.000 Euro (140.000 Euro Fördermittel, 60.000 Euro Eigenanteil der Stadt) standen bereits 2017 und 2018 zur Verfügung. Doch man stellte damals fest, dass die Stahlbetondecke saniert werden müsse.

Die Kostensteigerung und der zeitliche Aufwand hätte einen deutlichen Verzug der Maßnahmen bedeutet und so beschloss man, die Baumaßnahmen nicht in Angriff zu nehmen und auf die Fördermittel zu verzichten. Im Einzelnen, teilt die Stadt in ihrer Beschlussvorlage für den Bauausschuss am 9. September mit, sind aus baufachlicher Sicht folgende Maßnahmen erforderlich: ein Überholungsanstrich der Stahlkonstruktion, die Herrichtung der Dachkonstruktion, die Überarbeitung der Fassade und die Erneuerung der Stahlbetondecke über dem Kellergeschoss.

Kosten sollen bei maximal 300.000 Euro liegen

Städtebaufördermittel können zwar für die Schaffung von Gemeinbedarfseinrichtungen gewährt werden, doch der Verein Parkwerk sieht sich nicht in der Lage, den Wasserturm für eine tragfähige Gemeinnutzung regelmäßig und langfristig zu bewirtschaften, so wie das mit einem Café einst angedacht war. Daher werden keine Städtebaufördermittel fließen. Die notwendigen Mittel zur Finanzierung in Höhe von maximal 300.000 Euro muss die Stadt bereitstellen und sind im Rahmen der Haushaltsplanung 2020 zu berücksichtigen, so die Stadt.

In Abstimmung mit der Bezirksregierung Düsseldorf ist geplant, einen Antrag auf Gewährung einer Landeszuwendung aus dem Denkmalförderprogramm 2020 zu stellen. Die Höhe dieser Zuwendungen betragen für Gemeinden bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Stadt Dinslaken könne also mit einem Förderbetrag von 90.000 Euro rechnen – allerdings besteht kein Anspruch auf die Gewährung eines solchen Zuschusses. (BIG)

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