Sommerzeit

Zeitumstellung: Jäger im Kreis Wesel warnen vor Wildwechsel

Nach der Umstellung auf die Sommerzeit ist bei Wildwechsel Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gefragt.

Nach der Umstellung auf die Sommerzeit ist bei Wildwechsel Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gefragt.

Foto: Natürlich wild / WP

Kreis Wesel.  Kreisjägerschaft warnt: Kurz nach der Zeitumstellung ist viel Vorsicht geboten. Das Wild kenne keine Uhrzeit, werde vom Verkehr oft überrascht.

Unfälle zwischen Wild und Autofahrern führen zu etwa 20 Verkehrstoten pro Jahr, viel Tierleid und Sachschäden im hohen dreistelligen Millionen-Bereich. Kurz nach der Zeitumstellung ist besondere Vorsicht geboten, denn die Tiere kennen keine Uhrzeit und werden vom starken Verkehrsaufkommen oftmals überrascht.

Selbst wenn es das Verkehrsaufkommen in Corona-Zeiten geringer als sonst ist, kann es auch im Kreis Wesel immer wieder zu schweren Unfällen kommen, warnt die Kreisjägerschaft. „Die Morgen- und Abendstunden, zur Zeit des Berufsverkehrs, sind besonders gefährlich, wenn das Wild zwischen seinen Einständen im Wald und den Wiesen wechselt, um Futter zu suchen“, erklärt Alfred Nimphius, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Wesel. Autofahrer sollten daher besonders achtsam fahren.

Zusammenstoß bei hoher Geschwindigkeit kann verheerende Folgen haben

Ein Zusammenstoß bei hoher Geschwindigkeit kann verheerende Folgen haben. Nimphius: „Ein Reh von nur 20 Kilogramm hat bei Tempo 100 ein Auftreffgewicht von fast einer halben Tonne. So kann ein Unfall schnell tödliche Folgen für die Insassen haben.“

An besonders gefährdeten Bereichen sind Warnschilder aufgestellt. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Zusammenstoß, muss die Polizei vom Fahrer benachrichtigt werden. Dies gilt auch dann, wenn das Wild geflüchtet ist. Die Polizei wird dann den örtlichen Jäger informieren. Die Tiere erleiden nach einem Crash oft schwere innere Verletzungen. Um unnötige Qualen zu verhindern, veranlasst der zustände Jäger dann eine sogenannte Nachsuche. „Dafür haben wir speziell ausgebildete Hunde, mit ihnen können wir auch ohne Spuren von Blut das verletzte Stück Wild finden“, erklärt Nimphius.

Fahrzeugführer sind rechtlich verpflichtet, die Polizei zu verständigen. Wer dies in NRW bei einem Verkehrsunfall mit Paarhufern, hierzu gehören Reh, Wildschwein, Mufflon und die drei in NRW vorkommenden Hirscharten, nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

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