Schlossabende

Zukunft der Voerder Schlossabende ist weiterhin offen

Selbst die immer gut angekommene Castle’s White Night (hier ein Foto von 2016) blieb in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück.

Foto: Heiko Kempken

Selbst die immer gut angekommene Castle’s White Night (hier ein Foto von 2016) blieb in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück. Foto: Heiko Kempken

Voerde.   Noch steht nicht fest, ob es 2018 eine weitere Auflage der Voerder Schlossabende geben wird. Veranstalter sieht weiter Fünfzig-zu-Fünfzig-Chance.

Die Chancen, dass die Voerder Schlossabende 2018 fortgesetzt werden, stehen für Dirk Elfgen nach wie vor fünfzig zu fünfzig, wie er am Montag auf NRZ-Anfrage erklärte – eine Einschätzung, die er bereits wenige Tage nach dem diesjährigen Musikfestival gegenüber der Redaktion abgegeben hatte.

Hätte man den Veranstalter, künstlerischen Leiter und Akteur auf der Bühne am dritten von fünf Schlossabenden, der „Castle’s White Night“, gefragt, hätte er abgewunken und gesagt: „Danke, das war’s“. Selbst diese Veranstaltung, bei der in den Vorjahren am meisten los gewesen und die immer gut angekommen sei, blieb 2017 hinter den Erwartungen zurück. An allen fünf Festivaltagen lagen die Besucherzahlen weit unter denen von 2016. Das Ziel, 3000 Zuschauer begrüßen zu können, wurde verfehlt, am Ende waren es 1200.

Angesichts dieser mäßigen Bilanz und ihm zufolge gemachter Verluste setzte Elfgen zwei Tage nach dem Festival ein dickes Fragezeichen hinter die Voerder Schlossabende 2018. Bei seiner Analyse gab er sich selbstkritisch, erklärte, es habe „primär an der späten Bekanntgabe des Programms“ gelegen, dass weniger Besucher als 2016 kamen.

Elfgens Ziel ist eine Entscheidung Ende dieses Monats

Seine Aussage damals war, sich Ende September äußern zu wollen, ob es weitergeht oder nicht. Doch da er beruflich sehr eingebunden war, wie er erklärt, wurde daraus nichts. Jetzt hat sich Elfgen Ende dieses Monats als Ziel gesetzt. Er sei im Moment mit den bisherigen Sponsoren im Gespräch, alle Partner hätten signalisiert, ein Interesse daran zu haben, dass die Voerder Schlossabende fortgesetzt werden. Absicht sei es dann, „deutlich früher in die Kommunikation zu gehen“.

Es gibt Überlegungen, einige Dinge anders zu machen. Eine betrifft den Termin: Erwogen wird, das fünftägige Festival um etwa ein bis zwei Wochen nach hinten zu schieben. Damit will man eine Konkurrenz zu den parallel am ersten Augustwochenende laufenden PPP-Tagen in Wesel vermeiden und zeitlich „etwas weiter weg“ zum Fantastival in Dinslaken liegen, sagt Elfgen. Eine mögliche Verschiebung des Termins müsse feinabgestimmt werden. Auch soll vermieden werden, dass parallel zum Musikfestival an der Allee am Samstag in der Innenstadt der Feierabendmarkt läuft. Elfgen verweist auf entsprechende Signale der Veranstalter. Nachgedacht werden soll außerdem über eine mögliche Senkung der Eintrittspreise.

Möglicherweise löst ein Theater- den Klassikabend ab

Auch inhaltliche Veränderungen sind im Gespräch: So könnte an die Stelle des auch in diesem Jahr wieder „so nicht angenommenen“ Klassikabends ein Theaterabend treten. Darüber hinaus wird überlegt, am letzten Schlossabend den Programmteil „Travestie“ zu streichen und hier „neue Impulse“ zu setzen. Auch berichtet Elfgen von dem Gedanken, den Veranstaltungsort womöglich nachmittags für ein weiteres Angebot zu nutzen. Konkreter möchte er zu diesem Punkt im Moment noch nicht werden.

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