Einschlägig vorbestraft

Dortmund: Vergewaltiger (25) droht Sicherungsverwahrung

Der Angeklagte war bereits 2012 wegen Vergewaltigung zu einer Jugendhaftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden.

Der Angeklagte war bereits 2012 wegen Vergewaltigung zu einer Jugendhaftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden.

Foto: Carsten Rehder / dpa (Archiv)

Bergkamen/Dortmund.  25-Jähriger soll eine Jugendliche und eine junge Frau vergewaltigt haben. Er war in einem Programm für rückfallgefährdete Sexualstraftäter.

Ein vorbestrafter Vergewaltiger muss sich seit Dienstag erneut vor Gericht verantworten. Der 25-jährige Mann aus Bergkamen im Kreis Unna soll im vergangenen August eine Jugendliche und eine junge Frau vergewaltigt haben. Zum Prozessauftakt am Dortmunder Landgericht hat sich der Angeklagte noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Richter haben ihn bereits darauf hingewiesen, dass im Falle einer Verurteilung diesmal auch die zeitlich unbefristete Sicherungsverwahrung angeordnet werden könne.

Opfer in einem Park in Bergkamen kennengelernt

Die erste Tat passierte in der Nacht auf den 9. August 2019. Der Angeklagte soll in einem Park in Bergkamen über eine 16-jährige Schülerin hergefallen sein, die er gerade erst kennengelernt hatte. „Jetzt habe ich dich hier, wo ich dich haben wollte – hier kann dich niemand sehen.“ Mit diesen Worten soll das Martyrium begonnen haben. Später soll er die 16-Jährige auch noch mit dem Tode bedroht haben: „Ich schlitze dir die Kehle auf.“ Die zweite Vergewaltigung passierte zwei Tage später, Opfer war eine Bekannte des 25-Jährigen. Auch sie soll er in eine Grünanlage gelockt, bedroht und vergewaltigt haben.

Der Mann war 2012 wegen Vergewaltigung zu einer Jugendhaftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Außerdem war er in ein Programm für rückfallgefährdete Sexualstraftäter aufgenommen worden. Für den Prozess in Dortmund sind Verhandlungstage bis Juni 2020 vorgesehen. (dpa)

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