Roger Goody wurde in die Royal Academy aufgenommen

Dortmunder Wissenschaftler gehört zum „royalen Kreis“

Roger Goody gehört nun zum erlauchten Kreis der Royal Society Fellows.

Foto: MPI

Roger Goody gehört nun zum erlauchten Kreis der Royal Society Fellows.

Dortmund.  Der ehemalige Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie MPI Roger Goody bringt etwas königliches Flair nach Dortmund. Er wurde in die Royal Society aufgenommen, die renommierte britische Akademie der Wissenschaften, der viele große Naturforscher und Nobelpreisträger angehören.

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Professor Roger Goody, ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie MPI in Dortmund, wurde in die Royal Society aufgenommen. Die Mitgliedschaft in der renommierten Königlichen Gelehrtengesellschaft bedeutet eine große Anerkennung für die Forschungsarbeit von Professor Roger Goody.

Die Royal Society würdigt das außergewöhnliche wissenschaftliche Wirken des Biochemikers, der wichtige Beiträge zu einem besseren Verständnis von Krebs und viralen Erkrankungen, insbesondere AIDS geliefert hat. Seine Erkenntnisse bildeten die Grundlagen zur Entwicklung von therapeutischen Maßnahmen gegen diese Krankheiten.

Weltweit bedeutsame Vereinigung

Als Gelehrtenvereinigung ist die Royal Society das Maß aller Dinge. Sie wurde bereits 1660 als Gesellschaft zur Verbesserung des Wissens um die Natur gegründet. Zu ihren Mitgliedern, die über 270 Nobelpreise in allen Disziplinen erhalten haben, zählen die wichtigsten Naturforscher der Welt, wie Sir Isaac Newton, Benjamin Franklin, Albert Einstein und Stephen Hawking. Entsprechend aufwendig und anspruchsvoll ist das Auswahl- und Aufnahmeverfahren der Gesellschaft.

Heute steht die Royal Society für die Förderung von wissenschaftlicher Exzellenz und internationaler Zusammenarbeit. Sie bietet eine Plattform für die Diskussion wichtiger gesellschaftlicher Themen sowie für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

„Ich freue mich sehr über diese Ehre. Ich habe das Glück gehabt, in sehr guten Instituten zu arbeiten und hervorragende Kollegen, Mitarbeiter und Studenten zu haben“, sagte Roger Goody zu der Ehre.

Seit den 70er Jahren in Dortmund

Der in Northampton geborene Brite studierte Chemie an der Universität Birmingham. Nach einem Forschungsaufenthalt in New York kam er zu Beginn der 70er Jahre als Wissenschaftler nach Deutschland und blieb dort, obwohl er mehrere Rufe an renommierte Universitäten in den USA hatte. „Deutschland ist eine sehr gute Adresse, um erfolgreich Forschung zu betreiben. Aufgrund der für mich immer guten Arbeitsbedingungen gab es eigentlich keinen Anlass, das Land zu verlassen“, sagt Roger Goody.

Wichtiger Kopf des Max-Planck-Instituts

Von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2013 war er Direktor am MPI in Dortmund und maßgeblich an dessen Entwicklung zu einer wissenschaftlichen Einrichtung von Weltformat beteiligt. 2005 bis 2010 war er zudem Lehrstuhlinhaber für Biochemie in der medizinischen Fakultät der Ruhr Universität Bochum und ist starker Befürworter der Etablierung eines Universitätsklinikums in Dortmund.

Noch heute ist der Wissenschaftler aktiv und leitet eine Emeritusgruppe am MPI. Goody war Präsident der Deutschen Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie und hat zahlreiche Preise und Ehrungen erhalten, darunter den Max-Planck-Forschungspreis, die Max-Bergmann-Medaille sowie den Feldberg-Preis.

Goody lebt nun seit 25 Jahren mit seiner Familie in Dortmund. Er war langjähriger Präsident der Chorakademie, sympathisiert mit dem BVB, ist aber seit seiner Jugend Anhänger des FC Liverpool.

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