Prozess

Sieben Jahre Haft für Astwerfer von der A 45

Das Bild zeigt den Angeklagten Jalal J. aus Castrop-Rauxel bei Prozessbeginn neben Verteidiger Markus Blumenstein.

Das Bild zeigt den Angeklagten Jalal J. aus Castrop-Rauxel bei Prozessbeginn neben Verteidiger Markus Blumenstein.

Foto: Stefan Wetter

Dortmund.  Ein Mann (22) hatte im Juli 2018 einen Ast auf die A 45 geworfen und dabei ein Auto getroffen. Jetzt wurde er wegen versuchten Mordes verurteilt.

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Nach einem Astwurf auf die Autobahn 45 bei Dortmund verurteilte das Dortmunder Schwurgericht einen 22-jährigen Tatverdächtigen zu sieben Jahren Haft. Seine DNA-Spuren konnten an dem Ast gesichert werden.

Autofahrerin ist leicht verletzt

Für das Gericht steht daher fest, dass der Asylbewerber aus dem Iran in der Nacht auf den 1. Juli 2018 aus Frust einen 2,60 Meter langen und zehn Kilo schweren Ast von einer Brücke auf die Fahrbahn geschleudert hat. Der Ast traf einen Kleinwagen und zerstörte die Windschutzscheibe. Die Fahrerin wurde durch die Glassplitter leicht verletzt.

Gericht glaubt Angeklagtem nicht

Zuvor war der Angeklagte aus einem Linienbus geworfen worden, weil er während der Fahrt Alkohol getrunken hatte. Im Prozess behauptete er, dass er sich an nichts erinnern könne.

Das hielten die Richter allerdings für eine Schutzbehauptung. „So lange Erinnerungslücken sind absolut unglaubhaft“, sagte Richter Peter Windgätter bei der Urteilsverkündung am Donnerstag. Der Angeklagte wisse genau, was passiert sei. (mit dpa)

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