Wohnungsbau

30 Prozent Sozialwohnungen bei Neubauten in Düsseldorf

Düsseldorfs gewählter Oberbürgermeister Thomas Geisel (rechts) mit NRW-Bauminister Michael Groschek (2. von links) und Manfred Franck von der Rheinwohnungsbau mit Anwohnerin Erika Warnicke gestern in Garath.

Düsseldorfs gewählter Oberbürgermeister Thomas Geisel (rechts) mit NRW-Bauminister Michael Groschek (2. von links) und Manfred Franck von der Rheinwohnungsbau mit Anwohnerin Erika Warnicke gestern in Garath.

Foto: Hans-Jürgen Bauer

Düsseldorf.   Düsseldorfs künftiger Oberbürgermeister Thomas Geisel will seine Wahlkampf-Ankündigung nach dem Amtsantritt umsetzen. Vom „Handlungskonzept Wohnen“, das CDU, FDP und Grüne vor der Wahl im Stadtrat beschlossen hatten, hält der Sozialdemokrat nichts.

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Bezahlbares Wohnen in Düsseldorf war das Hauptthema von Thomas Geisel im Wahlkampf. Dass er das nach seienr Wahl angehen wird, darin ließ der gewählte Oberbürgermeister am Montag keinen Zweifel. Bei einem Treffen mit dem NRW-Bauminister Michael Groschek in Garath machte Geisel deutlich, dass es künftig bei Neubau-Projekten in Düsseldorf eine Quote von 30 Prozent Sozialwohnungen geben soll. Es ist auch der Wunsch des Bauministers, dass sich Düsseldorf in die Reihe der nordrhein-westfälischen Musterstädte einreiht, die dies bereits konsequent durchziehen: Köln und Münster gehören schon dazu.

Von dem vor der Wahl von CDU, FDP und Grünen im Stadtrat verabschiedeten „Handlungskonzept Wohnen“, wonach bei Neubau-Projekten in Düsseldorf 20 Prozent Sozialwohnungen sein müssen und weitere 20 Prozent „preisgedämpft“, hält Geisel nichts: Denn wie will man „preisgedämpft“ unter Kontrolle halten? Geisel setzt mit der festen Quote von 30 Prozent Sozialwohnungen auf klare Ansagen!

Eine weitere Idee machte Thomas Geisel, der am 2. September offiziell sein Amt als neuer Oberbürgermeister der Landeshauptstadt antritt, gestern Publik: Um den öffentlichen Personennahverkehr in Düsseldorf weiter zu fördern, sollten Vermieter bei Neubauprojekten ihren Mietern Abos für die Rheinbahn zur Verfügung stellen. Im Gegenzug können bei Neubau-Projekten Zugeständnisse bei der Stellplatz-Verordnung gemacht werden (bisher ist pro Wohnung der Bau eines Stellplatzes verpflichtend). Wie das verwaltungstechnisch umgesetzt werden kann, ist noch unklar, die Zielrichtung ist für Geisel allerdings klar.

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