Musik

Morbide Gedanken mit den White Lies

Harry McVeigh von den White Lies bei einem Auftritt auf dem Leeds Music Festival. In Deutschland ist das Trio aus London jetzt gerade auf Tour.Foto:Getty Images

Harry McVeigh von den White Lies bei einem Auftritt auf dem Leeds Music Festival. In Deutschland ist das Trio aus London jetzt gerade auf Tour.Foto:Getty Images

Düsseldorf.   Trio aus London gastiert am Sonntag im Düsseldorfer zakk – und ist genervt von Vergleichen mit Joy Division oder den Killers

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Ihre erste Single heißt „Death“, das Debütalbum trägt den Titel „To Lose My Life“. Das war vor neun Jahren – und die White Lies gibt es immer noch! Na klar, der Wave-lastige Sound der Band aus dem Londoner Stadtteil Ealing mit besten Reminiszenzen an die düsteren 80er und längst gegangene Helden wie Ian Curtis ist nicht gerade was für Saufpartys. Ihrem Dasein lieber schnell ein Ende bereiten zu wollen, haben Sänger/Gitarrist Harry McVeigh, Bassist Charles Cave und Drummer Jack Brown allerdings nicht im Sinn – auch wenn sie die ständigen Vergleiche mit Joy Division leid sind. Im Gegenteil, als ihr Erstling gleich an die Spitze der UK-Charts stürmt, fühlen sich die White Lies tatsächlich zu einer richtigen Karriere im Popbusiness ermutigt.

Der Kopf des Trios ist nicht Frontmann McVeigh, sondern Bassist Cave. Er schreibt alle Texte, womit der Sänger und Leadgitarrist keine Probleme hat. Ähnlich wie die Killers, mit denen sie ebenfalls gerne in einen Topf geworfen werden, nehmen auch die White Lies alsbald einen musikalischen Richtungswechsel vor. So ist das zweite Album „Ritual“ von 2011 deutlich poporientierter und kommt mit mehr elektronischen Einflüssen daher als das trotz aller feiner Melodien doch in erster Linie schwermütige „To Lose My Life“. Was einst vor ein paar Leuten im Vorstadt-Club beginnt, endet nun mit einem Auftritt im ausverkauften Wembley-Stadion.

In Deutschland sind die White Lies zwar kein Geheimtipp mehr, spielen aber immer noch in kleineren Clubs. Düsseldorf ist am kommenden Sonntag, 8. Oktober (20 Uhr), eine von nur fünf Stationen auf ihrer kleinen Deutschland-Tour. Zu hören werden dann nicht nur Stücke aus den ersten beiden und hier genannten Erfolgsalben, sondern auch von den ebenso gelungenen Nachfolgern „Big TV“ (2013) und „Friends“ (2016).

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