Air Berlin

688 Air Berlin-Techniker bangen in Düsseldorf um ihre Jobs

688 Jobs stehen nach der Insolvenz der Air Berlin alleine in der Technik-Sparte am Düsseldorfer Flughafen auf der Kippe.

Foto: Ralf Hirschberger

688 Jobs stehen nach der Insolvenz der Air Berlin alleine in der Technik-Sparte am Düsseldorfer Flughafen auf der Kippe. Foto: Ralf Hirschberger

Düsseldorf.   Air-Berlin-Techniker in Düsseldorf hoffen, weiterhin am Flughafen arbeiten zu können. Ihre Zukunft ist laut NRZ-Informationen mehr als ungewiss.

Von der Insolvenz der Air Berlin ist auch die Technik-Sparte der Airline betroffen. Am Düsseldorfer Flughafen sind nach NRZ-Informationen 688 Mitarbeiter bei „Air Berlin Technik“ beschäftigt, davon wiederum 245 in der Verwaltung. Etwa 120 hatten bereits vor der Insolvenz einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Bei Air Berlin Technik werden nicht nur eigene Flieger gewartet sondern auch die anderer Airlines. Die Air Berlin Technik gilt als profitabel. Trotzdem bangen die Mitarbeiter auch hier um ihre Zukunft. Die gibt es nach Informationen der NRZ nicht.

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Wenn der Bund nicht eingesprungen wäre, hätte Air Berlin direkt nach dem Insolvenzantrag den Betrieb einstellen müssen.
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Wie es heißt, haben Lufthansa und andere Airlines, unter denen Air Berlin aufgeteilt wird, kein Interesse an der Technik-Sparte. „Die haben alle eigene Technik-Abteilungen“, hieß es gestern aus politischen Kreisen. „Die Lufthansa hat großes Interesse an den Flugzeugen der Air Berlin, nicht aber an deren Technik“, so der NRZ-Informant. Und er geht noch weiter: „Lufthansa wird kaum Cockpit- und Kabinen-Personal der Air Berlin übernehmen. Die haben nur Interesse an den Flugzeugen um die Billigsparte Eurowings weiter auszubauen.“ Die bisherigen Air Berlin-Besatzungen können sich dann neu bewerben – zu schlechteren Konditionen...

In Düsseldorf herrscht noch große Hoffnung

Doch bei der Air Berlin Technik in Düsseldorf herrscht noch große Hoffnung. Bei einer Betriebsversammlung vorgestern hieß es, die Technik werde gebraucht. Gleichzeitig wurden die technischen Mitarbeiter zum Weitermachen aufgefordert: „Tut so, als wenn nichts gewesen wäre“, so der Appell. Die Flieger müssten weiter in die Luft gehen.

Für die Mitarbeiter, die in eine ungewisse Zukunft gehen und deren Gehälter aufgrund der 150 Millionen-Bürgschaft der Bundesregierung nur für die kommenden drei Monate gesichert ist, wird das nicht einfach...

Niki hat keine Insolvenz angemeldet – und steht vor dem Verkauf

Bisher steht Air Berlin im Fokus der Berichterstattung. Über Niki ist nur wenig zu hören. Dabei hat die in Wien ansässige eigenständige Tochter der Air Berlin erst im März fast das komplette touristische Programm übernommen. Allein von Düsseldorf aus werden 16 Ziele in Spanien und Griechenland bedient.

„Wir als Niki sind nicht von der Insolvenz der Air Berlin betroffen“, sagte gestern Niki-Sprecherin Milene Platzer. Und: „Es ist nicht geplant, für Niki ein Insolvenzverfahren einzuleiten.“ Nach ihrem Kenntnisstand arbeitet Niki profitabel. Sie betont: „Unsere Flüge finden statt. Und es können weiter Niki-Flüge gebucht werden.“ Allerdings konnte sie zur Zukunft der Charter-Tochter der Air Berlin nichts sagen. Wahrscheinlich, dass die insolvente Mutter die lukrative Tochter meistbietend abstoßen wird. Zumal Charter gerade am DUS ein riesiges Geschäft war und ist. Tui und Thomas Cook haben bereits Interesse angemeldet. Am Donnerstag Nachmittag wurde bekannt, dass sich auch Lufthansa die Niki einverleiben will.

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