Luftfahrt

Ärger im Flieger von Düsseldorf nach Mallorca

Die neue österreichische Fluggesellschaft Laudamotion, die zu 75 Prozent vom irischen Billig-Flieger Ryanair übernommen werden soll, hatte am Montag in Düsseldorf Probleme mit dem Mallorca-Flug.

Die neue österreichische Fluggesellschaft Laudamotion, die zu 75 Prozent vom irischen Billig-Flieger Ryanair übernommen werden soll, hatte am Montag in Düsseldorf Probleme mit dem Mallorca-Flug.

Foto: Rolf Vennenbernd

Düsseldorf.   Verspätung der Laudamotion am Montag auf dem Weg nach Palma: Erst fehlten Papiere und als die da waren, wollten zwei Passagiere aussteigen.

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Fliegen ist ein Erlebnis – und immer wieder schön. Sollte man zumindest meinen. Ärgerlich dagegen war am Montag der Laudamotion-Flug OE300 von Düsseldorf nach Palma. Um 6 Uhr sollte der Airbus A 320 der österreichischen Fluggesellschaft Richtung Mallorca abheben. Als eine der ersten Maschinen an diesem Montag. Doch daraus wurde nichts...

Warum aus der geplanten Startzeit nichts wurde

Dabei waren die Passagiere früh genug an Bord, Um 5.45 Uhr wurde von der Crew bereits „Boarding completed“ gemeldet, die Maschine hätte zur Startbahn rollen und pünktlich abheben können. Doch kurz vor 6 Uhr meldete sich der Pilot in schönstem österreichischen Dialekt aus dem Cockpit und verkündete, man sei soweit fertig, es fehlten aber noch wichtige Papiere. Auf die müsse man warten. Während draußen nach und nach andere Flugzeuge losrollten, stand der Laudamotion-Airbus mit offener Tür an der Fluggastbrücke.

„Die üben wohl noch Fluggesellschaft“

Um 6.12 Uhr die Nachricht vom Kapitän: Jetzt seien die Papiere da, aber starten könne man dennoch nicht. Denn weil das ursprüngliche Zeitfenster für den Start nicht eingehalten wurde, hieß es von der Flugsicherung nun: Hinten anstellen und warten, bis eine neue Startzeit frei ist. Kommentar eines Passagieres über die Laudamotion, die als Nachfolgerin der insolventen Niki neu am Düsseldorfer Flughafen ist: „Die üben wohl noch Fluggesellschaft.“

Vom Terminal ging es zur Parkposition

Irgendwann wurden die Türen geschlossen, die Maschine rollte los zu einer Parkposition am Rande des Vorfeldes. Und dort hieß es dann – wieder warten. Für 7 Uhr kam dann die Freigabe für den Start. Aber: Auch daraus wurde nichts. Denn inzwischen hatte sich ein Ehepaar entschlossen, doch lieber aussteigen zu wollen und in Düsseldorf zu bleiben. Obwohl Chef-Stewardess und Pilot den Eheleuten erklärten, warum es die Verspätung gab und dies nichts mit einem möglichen Defekt am Flugzeug zu tun hatte, blieben die Passagiere bei ihrem Vorhaben.

Zwei Passagiere und ihre Koffer wurden ausgeladen

Also wurde ein Bus bestellt, der Laderaum nach den zwei Koffern der Personen durchsucht, die dann ausgeladen wurden. Den Unmut anderer Passagiere über die erneute Verspätung konterte die Flugbegleiterin: „Wir können niemanden zwingen an Bord zu bleiben.“ Und ließ sich noch entlocken, das Verhalten der Aussteiger sei „unfair“und rücksichtslos“ gegenüber den anderen Passagieren.

Um 7.30 Uhr hob OE300 dann in Düsseldorf nach Mallorca ab. Tuifly, Condor und zwei Eurowings-Flieger waren da von Düsseldorf aus schon längst auf dem Weg zur Balearen-Insel.

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