Rechter Terror

Aktivisten hängen Namen der NSU-Opfer an Straßenschilder

Linke Aktivisten haben Straßenschilder mit Namen der Opfer der NSU-Morde überklebt.

Linke Aktivisten haben Straßenschilder mit Namen der Opfer der NSU-Morde überklebt.

Düsseldorf.  Mit einer Nacht-und-Nebel-Aktion machten linke Aktivisten auf den Prozess um die Mordserie des Nationalsozialistischer Untergrund aufmerksam.

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„Kein Schlussstrich“ – so heißt die Aktion, unter der linke Aktivisten in ganz Düsseldorf Anfang der Woche Straßenschilder mit den Namen der Opfer des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) überlebten. Die Aktion fand in 20 deutschen Städten statt.

Aus der Kirchfeldstraße am Fürstenplatz wurde in der Nacht und Nebel-Aktion so die „M-Kubaşik-Str.“. Auch an der Königsallee wurden Schilder überklebt. Dort gab es kurzzeitig den „Habil-Kiliç-Platz“. Auf einem Infozettel unter dem Straßennamen heißt es: „Am 27. Juni wurde Habil Kiliç vom NSU ermordet“. Grund für die Aktion war der gestrige Urteilsspruch im NSU-Prozess, in dem die Hauptangeklagte Beate Zschäpe zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Laut Anklage wurden vom NSU zehn Menschen aus rechtsextremistischen Motiven ermordet.

„Bei der Sache handelt es sich um eine Aktion der interventionistischen Linken“, erklärt Mischa Aschmoneit, Aktivist beim Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“. Mit dem Anliegen sollte auf den Prozess aufmerksam gemacht werden, aber „auch den Opfern und Angehörigen Respekt gezollt werden“, so Aschmoneit. „Wir dürfen keinen Schlussstrich unter die Taten des NSU ziehen, denn es gibt deutlich mehr Täter und Mittäter, die in die rechtsextremistischen Taten verwickelt sind“, so der Aktivist. Demnach liefen immer noch viele der Täter frei rum.

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