Reiseveranstalter

Alltours lässt sich am Düsseldorfer Mannesmannufer nieder

Die neue Alltours-Zentrale wird am Düsseldorfer Mannesmannufer entstehen. Schon Ende des Jahres 2021 soll das Areal fertig sein: 630 Mitarbeiter finden hier dann Platz.

Die neue Alltours-Zentrale wird am Düsseldorfer Mannesmannufer entstehen. Schon Ende des Jahres 2021 soll das Areal fertig sein: 630 Mitarbeiter finden hier dann Platz.

Foto: alltours / Alltours

Düsseldorf.  Der Reiseveranstalter Alltours baut sich eine neue Residenz in Düsseldorf. Die neue Zentrale am Mannesmann-Ufer soll schon Ende 2021 fertig sein.

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In das Straßenbild am Mannesmannufer fügt sich die neue Unternehmenszentrale von Alltours problemlos ein: „An der Schnittstelle zwischen Tradition und Moderne“, wie der Architekt Volker Weuthen, Senior Partner im Architekturbüro HPP, erklärt.

Wohnungen und Pflegestation

Das neue Areal zwischen Mannesmann-Ufer und Berger Allee wird drei Gebäude umfassen; neben der Firmenzentrale, soll es noch ein Haus mit Eigentumswohnungen nebenan und ein Haus mit altersgerechten Wohnungen und eine Intensivpflegestation geben.

Die Investitionssumme des Reiseunternehmens liegt bei knapp 90 Millionen Euro. Für den Gründer und Geschäftsführer von Alltours, Willi Verhuven, ist die Lage ein Traum zwischen den denkmalgeschützten Bereichen in der Carlstadt und mit Blick auf den Rhein. Deswegen wird er auch eine der 23 neuen Eigentumswohnungen beziehen – als Zweitsitz.

12.500 Quadratmeter Büro

Das nebenliegende Bürogebäude soll indes auf 12.500 Quadratmetern, verteilt auf acht Stockwerken, alles beinhalten, was das Mitarbeiterherz begehrt: Im obersten Stockwerk wird es ein Mitarbeiterrestaurant mit Außenterrasse, ein modern ausgestatteten Fitnessbereich, eine Ruhezone und ein Studio mit Sport- und Gesundheitsangebote geben.

Die bisher 400 Mitarbeiter aus dem aktuellen Sitz im Dreischeibenhaus, sollen sich in der neuen Firmenzentrale wohl fühlen. Eine Unternehmenskita, mit einer Gruppe für 15 Kinder, soll der ein oder anderen Mitarbeiterin die Möglichkeit geben, ihre Arbeitsstunden aufzustocken. Und – die neue Zentrale bietet Platz für bis zu 630 Mitarbeitern.

Alltours wächst, das wird sich langfristig auch in der Anzahl der Angestellten widerspiegeln. Die neuen Büros werden hell sein; die Architekten haben viel mit Licht gearbeitet. Ein Atrium, das von der Berger Allee bis zum Mannesmann-Ufer reicht, teilt die Büroflure in zwei Seiten.

Fuhrpark aus E-Autos

Der Haupteingang, gelegen an der Berger Allee, soll einladend als Raum der Begegnung und des Austauschs gestaltet werden – Willi Verhuven würde gerne, wenn es sich anbietet, auch ab und zu eine Ausstellung im Foyer zeigen.

Eine Tiefgarage wird es über zwei Geschosse geben, mit etwa 100 Stellplätzen. Sowieso spielt Mobilität ein großes Thema: Der gesamte Fuhrpark wird auf E- und Hybrid-Fahrzeuge umgestellt. Testweise gibt es nun schon seit einem Jahr drei E-Golfs, mit denen der Geschäftsführer sehr zufrieden ist. Die Mitarbeiter werden vermehrt auf den Fuhrpark zugreifen, über Car-Sharing-Angebote unterstützt oder mit Jobtickets zum Umstieg in den ÖPNV bewegt werden.

Mit der neuen Zentrale lässt sich das in Kleve gegründete Unternehmen endgültig in Düsseldorf nieder. Dafür sitzt der Nachhaltigkeitsgedanke auch zu tief bei Willi Verhuven. Das dritte Gebäude wird 28 altersgerechte Wohnungen beinhalten, dazu eine Pflegestation mit zwölf Zimmern.

Nachbarschafts-Pflege

Auch die Nachbarn der Pflegestation könnten von den Fachkräften profitieren, überlegt Verhuven. In dem Areal soll Nachbarschaft auch sozial zum Tragen kommen, zum Beispiel mit kleinen Dienstleistungen, wie einem Brötchen-Bring-Service.

Große Werbeschilder werden nicht am Gebäude kleben: „Ein Schriftzug in großen Buchstaben wird es nur ebenerdig vor dem Gebäude geben“, so Verhuven.

Das alte Gebäude, zuletzt von Vodafone genutzt und seit sieben Jahren leerstehend, wird noch ab diesen Monat entkernt. Im Januar soll der Abriss starten und ab April schon der Tiefbau. Ende 2021 soll die neue Firmenzentrale von Alltours mit den ganzen Gebäudeensemble stehen. „Für mich ist Düsseldorf eine der schönsten Städte in Deutschland“, sagt Verhuven und hofft, mit dem Bau ein bisschen auch selbst dazu beizutragen, dass das auch so bleibt.

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