Vermarktung

Arenazoff zwischen Stadt und Fortuna Düsseldorf beigelegt

Stellten das neue Arena-Paket vor (v.l.): Fortuna-Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann, D.LIVE-Geschäftsführer Michael Brill, D.LIVE-Aufsichtsratsvorsitzende Helga Leibauer, OB Thomas Geisel und Fortuna-Aufsichtsratschef Reinhold Ernst.

Stellten das neue Arena-Paket vor (v.l.): Fortuna-Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann, D.LIVE-Geschäftsführer Michael Brill, D.LIVE-Aufsichtsratsvorsitzende Helga Leibauer, OB Thomas Geisel und Fortuna-Aufsichtsratschef Reinhold Ernst.

Foto: Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammer

Düsseldorf.   Neuer Mietvertrag: Fortuna Düsseldorf bekommt mehr Vermarktungsrechte, bezahlt aber dafür auch mehr Miete.

Der Aufsichtsrat des städtischen Betreibers der Veranstaltungsstätten, D.Live, hat gestern dem neuen Mietvertrag für die Arena mit Fortuna Düsseldorf zugestimmt. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, so Helga Leibauer, D.Live-Aufsichtsratvorsitzende. Damit hat der Zoff um den Arena-Mietvertrag endlich ein Ende. Der Fußballbundesligist wollte zuvor als Hauptmieter mehr Einfluss auf die Vermarktung bekommen und die Spiel- als Heimstätte gestalten.

Gutes Ergebnis für beide Seiten

Ziel der langen Verhandlungen sei gewesen, so Oberbürgermeister Thomas Geisel, „so viel wie möglich für Fortuna Düsseldorf und so viel wie möglich für D.Live zu erzielen“. Von der Fortuna profitiere man nun vor allem durch sogenannte „Umwegrendite“, „wenn wir nachhaltig einen Bundesligisten haben“. Wichtig in dem Prozess sei auch gewesen, dass es nicht um eine Billigung gehe, sondern um „Wertschätzung auf beiden Seiten“, so Geisel.

Beide Parteien haben daher zunächst einen Zweijahresvertrag vereinbart. Dieser Vertrag gilt sowohl für die erste, als auch für die zweite Bundesliga. Die Fortuna erhält nach der getroffenen Vereinbarung wesentlich größere Vermarktungsrechte. Fortuna könne nun „den überwiegenden Teil der Logen und des Hospitality-Bereiches vermarkten“, so Fortunas neuer Vorstandsvorsitzender Thomas Röttgermann.

Fortuna zahlt nun 6,5 Millionen Euro

Im Gegenzug zahlt die Fortuna eine erhöhte Miete im Vergleich zu den Vorjahren an D.Live. „Wir zahlen pro Jahr 6,5 Millionen Euro“, so Röttgermann. Zuvor sei es nur ein Viertel der Summe gewesen.

„Mit dem neuen Mietvertrag stehen uns erstmals in der Geschichte der Fortuna größere Gestaltungsmöglichkeiten im Stadion zur Verfügung. Diese Chancen wollen wir dazu nutzen, dass sich unsere Fans in der Arena zu Hause fühlen und die erste Bundesliga die dauerhafte Heimat der Fortuna bleibt“, sagt Fortuna-Aufsichtsratchef Reinhold Ernst über den neuen Vertrag. Es sei zudem beachtlich, wie die Fortuna „immer weiter in die Arena“ hineingewachsen sei.

Streit wegen Bier und KFC Uerdingen

Dass die Fortuna der wichtigste Mieter der Arena ist, soll mit den neuen Regelungen „für Jedermann sichtbar“ werden, betont D.Live-Chef Michael Brill. „Wir hoffen alle, dass auch in der kommenden Saison der Klassenerhalt frühzeitig festgemacht wird und sich die Fortuna zum dauerhaften Player in der Ersten Liga entwickelt.“ Davon profitiere die ganze Stadt, so Brill.

Bei Fortuna war man unlängst auch verärgert darüber, dass D.Live über den Bierlieferanten entschieden hatte. Statt Frankenheim gibt es dort nun Schumacher Alt. Dieser Streit sei beigelegt worden, hieß es gestern von beiden Seiten.

Und auch wegen des KFC Uerdingen gab es mitunter Streit. Der Verein wird seine Heimspiele vorerst in der Arena austragen. „Die Spiele sollen bei uns ausgetragen werden, wir gehen in die Vorbereitungen für die kommende Saison“, bestätigte Brill gestern noch einmal. Es sei alles nur noch eine reine Abwicklungsfrage.

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