Düsseldorf. Die Klimaliste tritt in Düsseldorf mit einer OB-Kandidaten an. Dazu hat die junge Partei Studentin und Klimaaktivistin Celine Coldewe nominiert.

Trotz Corona-Krise gehen die Vorbereitungen für die Kommunalwahl bei der „Klimaliste Düsseldorf“ weiter. Die neugegründete Initiative will am 13. September bei der Wahl zum Stadtrat und für das Oberbürgermeister-Amt kandidieren. Jetzt wurde mit Celine Coldewe, Studentin der Medienwissenschaften in Düsseldorf, eine OB-Kandidat nominiert.

Drei Bewerbungen für die OB-Kandidatur

Drei Bewerber hatten sich um den Posten des OB-Kandidaten der Klimaliste beworben. Wegen der Ausgangsbeschränkungen erfolgte die Vorstellungsrunde der Kandidierenden Celine Coldewe (23), Stefan Job (55), Nadja Mostert (25) per Videokonferenz. Konsequenterweise wurde auch die Wahl unter strengen Sicherheitsauflagen durchgeführt. In einer großen Halle, in der zwei Meter Abstand garantiert war, gaben die Mitglieder ihre Stimme einzeln ab. Aber auch für diejenigen, die nicht zum Wahllokalfahren können, war die persönliche Stimmabgabe gewährleistet - per Fahrrad wurde die Urne zu den Wählern gebracht. „Damit beweisen wir als Klimaliste Düsseldorf auch in Zeiten von Covid 19 unsere Entschlossenheit, kreative Wege zu gehen für einen effektiven Klimaschutz in Düsseldorf“, so Lukas Fix, Sprecher der Klimaliste Düsseldorf.

Als Siegerin der Wahl und somit OB-Kandidatin der Klimaliste ging Celine Coldewe hervor. Die 23-Jährige wohnt in Duisburg, hat ihren Lebensmittelpunkt aber in Düsseldorf. „Sie studiert und arbeitet in der Stadt, verbringt den größten Teil ihrer Freizeit in Düsseldorf und ist aktiv bei Fridays for Future Düsseldorf und Students for Future Düsseldorf“, sagt Lukas Fix. Mit der Studentin und einem hochmotivierten Team gehen die jungen Leute ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus.

„Wir sind keine Ein-Themen-Partei“

Celine und die jungen Klimalisten-Politiker setzen zwar auf Klimagerechtigkeit, sind aber nach eigenen Aussagen keine „Ein-Themen-Partei“. „Wir sind vielmehr eine ,Ein-Ziel-Partei’“, sagt Lukas Fix. Denn Klimagerechtigkeit umfasse viel mehr als die klassischen Themen Verbesserung des ÖPNV oder Solaranlagen. Ein Beispiel ist das Thema bezahlbares Wohnen. Gibt es mehr preisgünstigen Wohnraum in der Stadt kommt es zu weniger Pendlerströmen und damit zu weniger Schadstoffausstoß. (gömi)