Düsseldorf. Schönes Winterwetter, Weihnachtsgeschäft und Demonstrationen brachten Zehntausende in die Düsseldorfer City. Was Handel und Polizei sagen.

Bereits im Vorfeld des Adventsgeschäfts war über die grassierende Konsumflaute berichtet worden. So rechnet der Handelsverband NRW Rheinland zwar mit einem nominellen Plus bei den Umsätzen, angesichts der Inflation ergibt sich jedoch ein Minus von vier Prozent. Der Verband geht davon aus, dass das Düsseldorfer Weihnachtsgeschäft 2023 bei 1,04 Milliarden Euro liegen wird.

Handelsverband: Volle Straßen, niedriger Umsatz

Das erste Adventswochenende derweil sorgte in Düsseldorf für volle Straßen. Jens Kaiser, Geschäftsführer des Handelsverbandes im Rheinland, schrieb dies dem guten Wetter zu: „Die Frequenzen gingen nach oben, der Durchschnittsumsatz aber blieb gering.“ Dies habe auch mit einer Verlagerung des Weihnachtsgeschäfts zu tun. Dadurch, dass immer mehr Händler an der Black Week teilnehmen, würden viele Konsumenten hochpreisige Anschaffungen bereits vor dem Adventsgeschäft tätigen, wie Kaiser erläuterte. „Mit Umsatzsteigerungen ist dann wieder gegen Ende der Adventszeit zu rechnen“, denn hier griffen die Last-Minute-Geschenke. Für die Händler sei die Black Week allerdings ein zweischneidiges Schwert: „Die Umsätze steigen zwar, aber die Gewinnmargen bleiben gering.“

Vier Demonstrationen in der City

Für eine volle Stadt sorgte nicht nur der Adventshandel. Auch Demonstrationen waren Samstag in der Innenstadt unterwegs. Ein Polizeisprecher nannte vier Demonstrationen, darunter eine Pro-Palästina-Kundgebung mit etwa 500 Teilnehmern und eine Pro-Asyl-Demonstration mit etwa 100 Teilnehmern. Der Andrang abseits der Demos sei aber so hoch gewesen, dass die Demos in den Massen geradezu untergegangen seien. Für Ärger habe aber der Straßenverkehr gesorgt. Der Polizeisprecher appellierte an die Adventsgäste, ihr Auto an der Peripherie abzustellen und mit der Rheinbahn einzupendeln.