Düsseldorf. Düsseldorf hat den Landespreis „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ erhalten. Wofür die gewonnenen Fördermittel nun gedacht sind.

60.000 Euro Fördergeld über drei Jahre konnte sich die Landeshauptstadt Düsseldorf jetzt beim Landespreis „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ sichern. Zweck dieses Preises ist, allen Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern. Darüber werden nordrhein-westfälische Städte und Kreise, die hervorragende strukturelle Bedingungen für Kulturangebote für Kinder und Jugendliche schaffen, gefördert. Die Düsseldorf konnte diesen Landespreis damit bereits zum vierten Mal gewinnen.

Mit der gewonnenen Förderung soll Düsseldorf den weiteren Aufbau seines – im wahrsten Sinne – ausgezeichneten Konzeptes für kulturelle Bildung finanzieren. Bereits dreimal nach 2007, 2008 und 2019 konnte die Landeshauptstadt mit ihrem kommunalen Gesamtkonzept den Wettbewerb für sich entscheiden. Ina Brandes, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, überreichte am Donnerstag in Düsseldorf den Förderbescheid an Oberbürgermeister Stephan Keller. „Alle Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen sollen die Chance haben, Kunst und Kultur für sich zu entdecken. Wir wollen sie ermutigen, eigene Begabungen, Interessen und Ausdrucksformen zu finden“, so Brandes. „Düsseldorf hat zum Beispiel mit dem ‚Musenkuss‘ tolle Ideen umgesetzt. Dieses Engagement für kulturelle Bildung fördern wir sehr gerne!“

„Quartiersateliers“ sollen Kinder in allen Stadtteilen erreichen

„Musenkuss“ heißt ein bereits erfolgreiches Informationsportal, das Infos zur kulturellen Bildung in der Stadt bündelt. Unter anderem ist dort zu sehen, welche Künstlerinnen und Künstler Kurse und Workshops anbieten. Auch strukturierte Kultur-Angebote in der Ganztagsbetreuung von Grundschulen gibt es – diese erreichen sehr viele Kinder. Mit der Konzeptförderung plant die Verwaltung nun, die kulturelle Bildung in Düsseldorf weiter auszubauen. Im Mittelpunkt stehe, den Zugang für alle zu erleichtern, teilt die Stadt mit.

So sollen etwa Fortbildungen für pädagogisches Personal durch Künstler ermöglicht werden. Beabsichtigt sei außerdem, dezentrale „Quartiersateliers“ in unterschiedlichen Stadtteilen einzurichten, um möglichst alle Kinder und Jugendlichen erreichen zu können. „Kulturelle Bildung hat seit jeher einen hohen Stellenwert in Düsseldorf“, erklärt dazu Stephan Keller. Die verliehene Auszeichnung sei eine Bestätigung der guten und vielfältigen Arbeit, die die Stadt in diesem Bereich leiste. „Sie ermutigt uns, weiterhin innovative Wege zu gehen und die Kultur als integralen Bestandteil der persönlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu stärken und zu festigen.“

Seit 2007 würdigt das Land mit dem Wettbewerb besonderes kommunales Engagement in der kulturellen Bildung. Insgesamt werden in diesem Jahr neben Düsseldorf elf weitere Preisträger ausgezeichnet. Gefördert werden dabei etwa Konzepte, die durch Vernetzung von Ämtern, freien Künstlern sowie Kultur-, Jugend- und Bildungseinrichtungen an der Verbesserung der Kultur-Bildungslandschaften arbeiten.