Flughafen-Streik

Auch Freitag Streik an Flughäfen in Düsseldorf und Köln

Der Streik des Sicherheitspersonals am Düsseldorfer Flughafen führt zu langen Wartezeiten.

Der Streik des Sicherheitspersonals am Düsseldorfer Flughafen führt zu langen Wartezeiten.

Foto: Lars Heidrich / WAZ FotoPool

Essen/Düsseldorf/Köln.  Streikende Sicherheitsleute bremsen den Verkehr an zwei Flughäfen in NRW aus. In Düsseldorf und in Köln/Bonn legten sie die Arbeit nieder. Mit dem Streik will die Gewerkschaft Druck für die laufenden Tarifverhandlungen aufbauen. Am Freitag wird der Streik fortgesetzt.

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Ein Streik des Sicherheitspersonals für höhere Stundenlöhne hat am Donnerstag an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn zu 235 Flugausfällen geführt. Die Gewerkschaft Verdi verlängerte die Streiks bis zum Freitagabend. Die Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften forderten eine Rückkehr der Gewerkschaft an den Verhandlungstisch.

Verdi will für die Sicherheitskräfte an den Flughäfen einen Stundenlohn von einheitlich 16 Euro. Eine Schlichtung lehnt die Gewerkschaft ab, weil die Positionen zu weit auseinander liegen - die Arbeitgeber haben gut 9 Prozent mehr Lohn angeboten, die Verdi-Forderung beträgt nach Darstellung der Arbeitgeber etwa 30 Prozent Aufschlag.

Von den in Düsseldorf am Donnerstag ursprünglich geplanten 528 Starts und Landungen mussten nach Angaben eines Flughafensprechers 189 annuliert werden, davon 157 Abflüge und 32 Starts. Als annullierte Flüge seien dabei auch diejenigen mitgezählt worden, die wegen des Streiks ohne Passagiere starten mussten. In Köln wurde etwas mehr als jeder vierte Flug gestrichen: Von den insgesamt 88 geplanten Starts fielen 26 aus, von den 83 geplanten Landungen 22. Dazu kam eine Vielzahl an Verspätungen.

Lesen Sie in unserer Chronik, wie der Streik an den Flughäfen in Köln und Düsseldorf verlief.

+++ 17.02 Uhr +++ "Offenbar wollen die privaten Sicherheitsunternehmen die Streiks aussitzen", vermutet eine Verdis Verhandlungsführerin Andrea Becker. Das provoziere die Beschäftigten allerdings zu einer härteren Gangart." Die Gewerkschaft sei durchaus in der Lage, "auch unbefristete Streikmaßnahmen zu organisieren".

+++ 16.47 Uhr +++ Erst mit Dienstantritt der Nachtschicht, also Freitag um 22 Uhr, soll der Streik in Düsseldorf und Köln enden. Das erklärte ein Gewerkschaftssprecher in Düsseldorf.

+++ 16.38 Uhr +++ 189 ausgefallene Flüge: Das ist die heutige Bilanz des Düsseldorfer Flughafens. Die Schlangen vor den Schaltern seien "mal länger und mal kürzer", sagt Sprecher Udo Seidler. Ob sie heute doch noch Feldbetten bräuchten? - "Das weiß ich beim besten Willen noch nicht."

+++ 16.21 Uhr +++ Der Streik des Sicherheitspersonals an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn wird an diesem Freitag fortgesetzt. Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Donnerstag in Düsseldorf der dpa. Die Arbeitgeber hätten die Frist verstreichen lassen und kein verbessertes Angebot vorgelegt.

+++ 16.17 Uhr +++ Am Köln/Bonner Flughafen wurden im Laufe des Tages fast 50 An- und Abflüge gestrichen. Der Flugverkehr sei erheblich beeinträchtigt, sagt ein Sprecher.

+++ 16.01 Uhr +++ Chef-Ökonom Boy George analysiert das Für und Wider eines Streiks auf 140 Zeichen:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>If workers wonder why the entire world is becoming automated? You might be striking your way into oblivion! <a href="https://twitter.com/search/%23justsaying">#justsaying</a>!</p>&mdash; boygeorge (@BoyGeorge) <a href="https://twitter.com/BoyGeorge/status/294454694514946048">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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+++ 15.45 Uhr +++ Noch 15 Minuten, dann läuft die Frist der Arbeitnehmer aus: Nach Angaben der Gewerkschaft wird der Streik am Freitag fortgesetzt, wenn die Arbeitgeber bis 16 Uhr kein "ernsthaftes Angebot" vorlegen.

+++ 15.37 Uhr +++ "Wir wollen diesen gesamten Bereich aus dem Niedriglohnsektor herausholen", sagt Verdi-Sprecher Günter Isemeyer. Mit anderen Worten: Lohnaufschläge von 30 Prozent für 34 000 Beschäftigte.

+++ 15.10 Uhr +++ Liebe Wartende am Düsseldorfer Flughafen, ihr seid nicht allein!

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Bless the airport staff at Dusseldorf for providing pretzels, mars bars. It wouldn't happen in the UK! Lol!</p>&mdash; boygeorge (@BoyGeorge) <a href="https://twitter.com/BoyGeorge/status/294445013021118466">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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+++ 15.02 Uhr +++ Sie sind als Passagier von dem Streik an den Flughäfen betroffen und fragen sich, welche Rechte Sie jetzt haben? Dann lesen Sie bitte hier.

+++ 14.43 Uhr +++ Am Flughafen Düsseldorf ist keine Besserung in Sicht: "Trotz bestmöglicher Vorbereitung auf den kurzfristig angesetzten Streik müssen wartende Fluggäste im Laufe des Tages weiter mit langen Wartezeiten und Flugausfällen rechnen", schreibt der Flughafen in einer Mitteilung, "Die Passagiere werden am Airport regelmäßig von Servicekräften über die aktuelle Sachlage informiert und mit Getränken und Snacks versorgt." Immerhin.

+++ 14.20 Uhr +++ Die Flughäfen haben Telefon-Hotlines eingerichtet, um Passagiere über die Auswirkungen des Streiks zu informieren. Die Hotline des Flughafen Düsseldorf erreichen Sie unter 0211 421-0. Die Information in des Flughafen Köln/Bonn erreichen Sie unter 02203 40-4001.

+++ 13.30 Uhr +++ Während sich die Gewerkschaft Verdi über die hohe Streikbereitschaft freut, nennt der Flughafenverband ADV den Arbeitskampf "inakzeptabel, völlig überzogen und für die Passagiere unzumutbar". An beiden Flughäfen liege die Verantwortung für die Luftsicherheitskontrollen bei der Bundespolizei. Diese müsse nun ihrer Verantwortung gerecht werden und eigenes Personal einsetzen, um die privaten Dienstleister zu ersetzen. In der wirtschaftlich angespannten Lage könnten sich die Flughäfen die Umsatzverluste nicht leisten, so ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Verdi freut sich über hohe Streikbeteiligung 

+++ 13.10 Uhr +++ Die Streikbeteiligung hat die Erwartung der Gewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben übertroffen. In Düsseldorf hätten 95 Prozent der Frühdienst-Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt, in Köln 80 Prozent. Wie vergangene Woche in Hamburg will Verdi den Druck für die Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erhöhen.

+++ 12.30 Uhr +++ Am Köln/Bonner Flughafen waren am Vormittag nur 4 von 25 Maschinen gestartet. Der Flugverkehr sei erheblich beeinträchtigt, sagte ein Sprecher. Wie auch in Düsseldorf starteten in Köln/Bonn leere Maschinen, um wenigstens die Anschlussflüge an anderen Airports zu bewältigen.

+++ 12.05 Uhr +++ Gisela Weining aus Mülheim hat großes Pech. Der nächste Flieger nach Sylt geht frühestens am Samstag. Bis Sonntag wollte sie eigentlich auf der Nordsee-Insel einen Kurzurlaub verbringen und ihre Freundin besuchen. Nun prüft sie, ob sie den Flug kostenlos stornieren und auf die Bahn umsteigen kann.

+++ 11.45 Uhr +++ Thomas Kötter, Sprecher des Düsseldorfer Flughafens, kann sich heute vor Presseanfragen nicht retten. "An Streiktagen können wir nicht viel gewinnen", seufzt er. Kötter betont, dass der Airport den gestrandeten Passagieren das Warten so angenehm wie möglich mache: Getränke, Stühle in den langen Schlangen und mehr frische Luft über die Klimaanlagen. Kötter: "Wir hoffen, dass wir heute Abend keine Feldbetten aufstellen müssen."

+++ 11.25 Uhr +++ Wer heute fliegen will, muss viel Geduld und Verständnis mitbringen. Bevor man überhaupt in eine Maschine steigen kann, muss man mindestens eineinhalb Stunden an den Personenkontrollen einkalkulieren. Wegen des Streiks sind in Düsseldorf nur acht der 40 Kontrollstellen besetzt.

+++ 11.05 Uhr +++ Das Chaos am Flughafen Düsseldorf wird immer größer: Die Fluggesellschaften haben bisher 94 Flüge abgesagt - darunter 67 Abflüge, die Düsseldorf zum Teil ohne Passagiere verlassen, und 27 Ankünfte. Der Airport bittet dringend alle Passagiere, die heute ab der Landeshauptstadt fliegen wollen, rechtzeitig ihre Fluglinien zu kontaktieren oder sich auf der Homepage des Flughafens zu informieren (http://www.duesseldorf-international.de)

+++ 10.55 Uhr +++ Wenn die Flieger nicht gehen, müssen Alternativen her. Gerda Boon und ihre Freundinnen aus den Niederlanden haben in Düsseldorf ihre Flüge storniert und sich kurzerhand einen Kleinbus gemietet, um nach Innsbruck zu gelangen. Gerda Boon sieht's sportlich: "Düsseldorf ist ein toller Flughafen. Aber diese Verdi-Leute ..."

+++ 10.40 Uhr +++ Jetzt haben sich am Flughafen Düsseldorf auch lange Schlangen vor den Ticket-Schaltern gebildet. Die Fluggäste stehen an um umzubuchen. Große Probleme gibt es mit dem Gepäck. Niemand weiß, wo es gelandet ist.

Verständigungsprobleme für ausländische Fluggäste 

+++ 10.15 Uhr +++ Familie Peters aus Bottrop hat wirklich Pech. Zu Fünft wollten sie heute früh nach Rom fliegen, um dort den 40. Geburtstag von Papa Dirk zu feiern. Doch der Flug ist annulliert. Sie wurden auf einen Flug ab Frankfurt umgebucht und hoffen, am Abend in Rom wenigstens schick essen gehen zu können.

+++ 9.55 Uhr +++ Der plötzliche Streik macht erfinderisch: Mit Eddings schreiben Flughafen-Mitarbeiter in Düsseldorf die neuesten Informationen auf DIN-A-3 Plakatpappe. Es hapert mit der Verständigung. Asiatische und italienische Reisegruppen laufen verwirrt durch die Abflughalle.

+++ 9.46 Uhr +++ Pest oder Cholera? "Entweder große Verspätung oder abgesagter Flug", twittert Ronan Gormley. Es sei die längste Schlange, die er je am Düsseldorfer Flughafen gesehen habe.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Queue time Düsseldorf Airport, longest I've seen! Options are big delay or cancelled flight! <a href="https://twitter.com/search/%23strike">#strike</a> @<a href="https://twitter.com/jasonlynch7">jasonlynch7</a> <a href="http://t.co/CiaR7jMM" title="http://twitter.com/spaniardireland/status/294365568247668737/photo/1">twitter.com/spaniardirelan…</a></p>&mdash; Ronan Gormley (@spaniardireland) <a href="https://twitter.com/spaniardireland/status/294365568247668737">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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+++ 9.40 Uhr +++ Während sich Fluggäste nach Miami auf eine satte Verspätung von mindestens zwei Stunden einstellen müssen, können Geschäftsreisende gleich wieder nach Hause fahren. In die europäischen Metropolen geht so gut wie gar nichts.

+++ 9.34 Uhr +++ Mancher versucht's angesichts der Flugausfälle mit Humor - so wie Twitter-Nutzer C.S.:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Ich frag mich ver.di da sind, die da am Flughafen streiken.</p>&mdash; C. S. (@cs50737) <a href="https://twitter.com/cs50737/status/294362521748508672">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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+++ 9.25 Uhr +++ Unsere Reporterin Annika Fischer hat auf dem Flughafen Düsseldorf noch nie so lange Schlangen vor der Sicherheitskontrolle gesehen. "200 Meter sind es bestimmt", schätzt sie. Die Flughafen-Mitarbeiter, hat sie beobachtet, sind ebenso verunsichert wie die Passagiere. Händeringend wird nach einem Megaphon gesucht, um die Informationen in Abflughalle zu rufen.

+++ 9.00 Uhr +++ Die Zahl der annullierten Flüge in Düsseldorf hat sich bis 9 Uhr auf 50 verdoppelt. Etliche Destinationen hängen im übertragenen Sinne "in der Luft". Auf der Düsseldorfer Flugtabelle im Internet heißt es deshalb an vielen Stellen "Infos folgen".

+++ 8.40 Uhr +++ In Köln/Bonn geht fast nichts. Bis 8.30 Uhr hat gerade einmal eine von geplanten 15 Maschinen Köln/Bonn verlassen.

+++ 8.25 Uhr +++ Der Mindestlohn in der Branche für Sicherheitsdienstleistungen ist zum 1. Januar leicht gestiegen. Beschäftigte in NRW erhalten demnach mindestens 8,23 Euro pro Stunde. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 8,90 Euro, Schlusslicht Schleswig-Holstein mit 7,50 Uhr.

+++ 8.24 Uhr +++ Ausgefallen ist auch der Flug von Twitter-Nutzer Gernot Starke. Er wollte zu einer Konferenz nach München - und muss nun umplanen:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Mein Flug zur <a href="https://twitter.com/search/%23oop2013">#oop2013</a> annulliert wegen Streik am Flughafen, Chaos bei der Bahn wegen Winter, welch' ein mieser Start in den Tag:-(</p>&mdash; Dr. Gernot Starke (@gernotstarke) <a href="https://twitter.com/gernotstarke/status/294344955034488832">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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+++ 8.10 Uhr +++ Am Flughafen Düsseldorf sind Kontrollen aufgrund des Streiks nur eingeschränkt möglich. Fernreisende würden zunächst bei den Sicherheitschecks bevorzugt kontrolliert, teilte der Airport mit.

Stillstand an den Sicherheitsschleusen in Köln/Bonn 

+++ 7.50 Uhr +++ Der Streik an den Flughäfen deutet sich bereits seit Wochen an. Nach dem Scheitern der letzten Gesprächsrunde Mitte Dezember hatte Verdi Arbeitsniederlegungen für Ende Januar angekündigt und in der vergangenen Woche Vertrauensleute und Betriebsräte zu einer "Mobilisierungskonferenz" nach Sprockhövel geladen. Dort wurden Einzelheiten des Arbeitskampfes festgelegt.

+++ 7.42 Uhr +++ Auch Twitter-Nutzer Uwe Isonfire hat die Streik-Aktionen in Düsseldorf aufgenommen. Der Morgen graut, manchem Passagier sicher auch:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p><a href="https://twitter.com/search/%23flughafen">#flughafen</a> düsseldorf <a href="https://twitter.com/search/%23streik">#streik</a> <a href="http://t.co/stOlSxYC" title="http://twitter.com/IsonfireUwe/status/294334307521134592/photo/1">twitter.com/IsonfireUwe/st…</a></p>&mdash; uwe isonfire (@IsonfireUwe) <a href="https://twitter.com/IsonfireUwe/status/294334307521134592">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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+++ 7.40 Uhr +++ 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten im NRW-Sicherheitsgewerbe befinden sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in der untersten Lohngruppe mit einem Stundenlohn von 8,23 Euro. „Das reicht nicht zum Leben", sagt Fachbereichsleiterin Andrea Becker. "Wer für die Sicherheit der Bevölkerung sorgt, darf nicht mit Niedriglöhnen abgespeist werden“, so Becker.

+++ 7.30 Uhr +++ Der Bundesverband der Deutschen Sicherheizswirtschaft (BDSW) hält die Tarifforderungen von Verdi für „völlig überzogen". In NRW belaufe sich das geforderte Plus für die Fluggastkontrolleure auf eine Erhöhung von 30 Prozent, erklärte BDSW-Hauptgeschäftsführer Harald Olschok in der vergangenen Woche. Der BDSW hat eine Lohnerhöhung von 9,22 Prozent für die Luftsicherheitsassistentinnen und –assistenten angeboten hat.

+++7.28 Uhr +++ Wie die Streikenden in Düsseldorf am Terminalgebäude vorbeiziehen, hat Twitter-Nutzer Guided World fotografiert:

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p><a href="https://twitter.com/search/%23streik">#streik</a> @<a href="https://twitter.com/dus">dus</a> @<a href="https://twitter.com/flughafen">flughafen</a> <a href="https://twitter.com/search/%23verdi">#verdi</a> - ohne Worte <a href="http://t.co/9aNAT6EJ" title="http://twitter.com/guided_world/status/294330930682789888/photo/1">twitter.com/guided_world/s…</a></p>&mdash; Guided World (@guided_world) <a href="https://twitter.com/guided_world/status/294330930682789888">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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+++ 7.17 Uhr +++ In NRW verhandelt die Gewerkschaft Verdi für rund 34000 Beschäftigte in Sicherheitsdiensten für höhere Löhne. Einer der größten Anbieter ist die Essener Firma Kötter.

+++ 7.10 Uhr +++ An den Sicherheitsschleusen in Köln/Bonn herrscht weitgehend Stillstand. Alle Sicherheitskontrollen seien zunächst geschlossen worden, sagte ein Flughafensprecher. Die für die Kontrollen zuständige Bundespolizei kündigte am Morgen an, schnellstmöglich für Ersatzpersonal zu sorgen. Es würden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Lücken zu schließen, sagte ein Sprecher.

+++ 6.59 Uhr +++ Die Flughäfen haben Telefon-Hotlines eingerichtet, über die sich Fluggäste informieren können: Düsseldorf ist über 0211/421-0, Köln/Bonn über 02203/40 4000. Konkrete Angaben, ob bestimmte Flüge stattfinden werden, machen die jeweiligen Airlines.

24 Flüge in Düsseldorf bereits abgesagt 

+++ 6.53 Uhr +++ Erst am Freitag vergangener Woche hatte ein Streik des Sicherheitspersonals den Hamburger Flughafen lahmgelegt. Dort waren 63 von 176 geplanten Flügen abgesagt worden, rund 12 000 Passagiere blieben am Boden und konnten ihre Reise nicht antreten.


+++ 6.45 Uhr +++ Der Flughafen Düsseldorf hatte geplant, am heutigen Donnerstag 528 Maschinen mit 22400 abfliegenden Passagieren abzufertigen. Es sei unklar, wie viele Flüge bis zum Abend tatsächlich stattfinden können, so ein Sprecher.

+++ 6.40 Uhr +++ Die Mitarbeiter haben sich nach Angaben des Flughafens Düsseldorf gut auf den Streik vorbereitet. Wartende Fluggäste würden am Airport regelmäßig über die aktuelle Lage informiert und mit Trinkwasser versorgt. "Dennoch müssen Passagiere mit langen Wartezeiten und Flugausfällen rechnen", heißt es in einer Mitteilung vom frühen Morgen.

+++ 6.35 Uhr +++ Die Gewerkschaft Verdi will für die Sicherheitsleute an Flughäfen in Nordrhein-Westfalen einen Stundenlohn von einheitlich 16 Euro durchsetzen. Derzeit erhalten sie den Angaben zufolge maximal 12,36 Euro pro Stunde. Höhere Löhne fordert Verdi auch für Sicherheitsleute.

+++ 6.31 Uhr +++ Die Sprecher der Flughäfen empfehlen Passagieren, angesichts des Streiks ihre Fluglinien zu kontaktieren, bevor sie zum Flughafen fahren.

+++ 6.25 Uhr +++ Der Düsseldorfer Airport erwartet am heutigen Donnerstag rund 44 500 Passagiere, Köln/Bonn 25 000.

+++ 6.20 Uhr +++ Am Flughafen Köln/Bonn scheinen sich die Streiks noch nicht im Flugplan bemerkbar zu machen. Bislang wurden keine Flüge abgesagt.

+++ 6.15 Uhr +++ Am Flughafen Düsseldorf sind laut Abflugtafel im Internet sind bislang 24 Flüge abgesagt worden. Die Passagier-Schlangen auf den Flugsteigen werden immer länger.

+++ 6.05 Uhr +++ Gut zwei Stunden läuft der Streik, und die Auswirkungen sind bereits zu sehen. „Security Check ist dicht. Hier geht gerade nix“, berichtet Twitter-Nutzer Peter Manderfeld aus Köln. Das Foto, das er twittert, zeigt einen deutlichen Rückstau an der Sicherheitskontrolle.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Streik am Flughafen Köln Bonn! Security Check ist dicht. Hier geht gerade nix -.- <a href="http://t.co/BxRVMF62" title="http://via.me/-92exlio">via.me/-92exlio</a></p>&mdash; Peter Manderfeld (@pManderfeld) <a href="https://twitter.com/pManderfeld/status/294309875301904384">Januar 24, 2013</a></blockquote>

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(meß/kas/dapd/dpa/rtr)

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