Open Air

Auch in Düsseldorf gibt es Proteste gegen Ed-Sheeran-Konzert

Ed Sheeran (Archivbild) soll am 22. Juli nun an der Düsseldorfer Messe auftreten.

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Ed Sheeran (Archivbild) soll am 22. Juli nun an der Düsseldorfer Messe auftreten. Foto: dpa

Düsseldorf.  Ed Sheeran soll statt in Essen an der Düsseldorfer Messe auftreten. Jetzt gibt es auch am neuen Standort erste Kritik von Naturschützern.

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Das Konzert des britischen Singer-Songwriters Ed Sheeran steht offenbar unter keinem guten Stern und sorgt weiter für Proteste - auch am neuen Standort in Düsseldorf. Erst am Montag hatte der Veranstalter FKP Scorpio bekannt gegeben, dass Ed Sheeran am 22. Juli an der Düsseldorfer Messe spielen wird. Dort auf dem Messeparkplatz P1 soll in den kommenden Monaten der "D Live Open Air Park" entstehen. Auch am neuen Standort für das Open Air-Konzert droht nun Ungemach von Naturschützern und lärmgeplagten Nachbarn.

Denn auf dem Messeparkplatz P1 stehen rund 3000 Bäume, von denen laut Messegesellschaft um die 100 gefällt werden müssen. Zwar kündigt die Düsseldorf Congress Sport & Event (DCSE) direkt bis zu 300 Neupflanzungen an, die Aktiven in der "Baumschutzgruppe Düsseldorf" besänftigt dies aber nicht. Schätzungsweise 60 bis 80 Bäume würden versetzt und "die Bäume individuell von einem Naturschutz-Experten geprüft", heißt es in der Pressemitteilung der DCSE.

Nachbarn wollen Open Air-Park in Lohausen verhindern

In der Facebookgruppe, in der sich die "Baumschutzgruppe Düsseldorf" austauscht, wird das Vorhaben kritisch gesehen: "Wo denn, wann und wie viele Bäume werden ersatzgepflanzt? Die Konzertgäste werden sich über den Fluglärm freuen und die benachbarten Bürger über diesen tollen 'Zugewinn'", kritisiert ein User. Er fragt weiter: "Wozu haben wir die Arena für Konzerte inkl. der ganzen Infrastruktur".

Und eine andere Nutzerin meint: "Düsseldorf braucht saubere Luft. Kein Baum darf mehr wegen so einem Scheiß gefällt werden. Kommerz und Kohle...die Arena ist doch riesig, nehmt die doch erstmal- ist doch da schon schwierig echte Stars zu finden,die dort auftreten wollen."

Auch in der Lohauser Nachbarschaft ist man nicht begeistert von den Plänen für die Eventfläche, die bis zu 100.000 Besuchern Platz bietet. Durch Fluglärm und Autoverkehr sei der Stadtteil schon genug belästigt, heißt es vom Heimat- und Bürgerverein. Die Nachbarn befürchten noch mehr Krach und haben bereits angekündigt, die Pläne, verhindern zu wollen. Denn das Sheeran-Konzert soll auch nur den Auftakt bilden. Die Stadt verspricht hingegen, dass durch Lärmgutachten eine Belästigung der Anwohner ausgeschlossen sei.

Messe-Gesellschaft DCSE sieht Pläne trotz Kritik nicht in Gefahr

Trotz dieser Kritik sieht die Düsselddorfer Messe ihre Pläne nicht in Gefahr: "Die Anträge liegen bei der Stadt", sagt Geschäftsführer Michael Brill, er erwartet "keine Schwierigkeiten". "Es gibt", so Brill, "in Deutschland kaum ein Gelände in Stadtnähe, das so wenige Anlieger betrifft." Durch die neue Auftrittmöglichkeit hofft die DCSE auch internationale Stars nach Düsseldorf zu können. Denn für die sei die Düsseldorfer Arena bislang zu klein. (mawo/ab)

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