Verkehr

„Automatisiertes Fahren“ startet in Düsseldorf

Selbstfahrende Autos werden schon bald in der Landeshauptstadt getestet.

Selbstfahrende Autos werden schon bald in der Landeshauptstadt getestet.

Foto: Daniel Naupold

Düsseldorf.   In Düsseldorf werden selbstfahrende Autos unter realen Bedingungen getestet. Dafür bekommt die Landeshauptstadt 1,5 Millionen Euro.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In Düsseldorf kann demnächst „automatisiertes Fahren“ unter realen Bedingungen getestet werden. Die Landeshauptstadt hat den Zuschlag für eine Förderungsinitiative „Automatisiertes und vernetztes Fahren auf digitalen Testfeldern in Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bekommen. Die Gelder werden für das Vorhaben „Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf (KoMoD)“ investiert.

Düsseldorf bekommt 1,5 Millionen Euro

Oberbürgermeister Thomas Geisel freut sich über die Anerkennung vom Bund: „Die Teststrecke passt wunderbar zu unserer Smart Mobility Initiative, die wir im vergangenen Jahr gestartet haben. Schön zu sehen, dass auch Berlin erkannt hat, welche Schlüsselrolle Düsseldorf bei der Entwicklung vernetzter Mobilität übernehmen kann.“

Die zugehörige Bewilligung gab Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am vergangenen Donnerstag bekannt. Das Projekt „KoMoD“ hat eine Laufzeit von 25 Monaten bis zum Juni 2019 und startet direkt. Das Fördervolumen für die Landeshauptstadt Düsseldorf umfasst etwa 1,5 Millionen Euro. „Ich freue mich sehr über die Förderzusage für das beispielhafte Projekt in Düsseldorf“, betont Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke: „Die Landeshauptstadt nimmt in dem Projekt eine führende Rolle wahr.“

Am Projekt beteiligt sind zwölf Partner. Darunter sind Versuchsträgern und Systemherstellern für Fahrzeugkomponenten und Verkehrstechnik. Darüber hinaus unterstützen Telekommunikationsunternehmen die Verbindung zwischen Straße und Fahrzeug.. Auch Forschungseinrichtungen wie die RWTH Aachen, das Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Fachhochschule Potsdam beteiligen sich am Konzept.

Das Gesamtvolumen beläuft sich auf etwa neun Millionen Euro. Ziel ist es, verschiedene Funktionen des vernetzten und automatisierten Fahrens auf einem Testfeld von Straßen in NRW, der Stadt Düsseldorf und auf privatem Gelände zu erproben. Das Düsseldorfer Testfeld erstreckt sich von der A57 über die A52, die Brüsseler Straße (B7), das Heerdter Dreieck, dem Vodafone Campus, dem Rheinallee-Tunnel und über die Rheinkniebrücke in Straßenbereiche der Friedrichstadt.

Versuch-Fahrzeuge fahren Probe

Das Projekt ist so angelegt, dass die eingesetzten Versuchsfahrzeuge vorgegebene Aufgaben der Vernetzung und automatisierter Fahrvorgänge austesten sollen. Beispielsweise werden den Fahrzeugen in Abhängigkeit von den Verkehrssituationen Routen, die sonst üblicherweise auf Anzeigetafeln und Parkleitschildern angezeigt werden, digital ins Navigationsgerät übermittelt.

Die Vorgaben zur Höchstgeschwindigkeit, die ansonsten von Schildern, Tunnelsignalen oder ähnlichem vorgegeben werden, sind in die Längssteuerung von Fahrzeugen übersetzt. Notfallereignisse sollen an die Steuerungszentrale des Auto übertragen werden. Die reagiert automatisch und löst Alarm aus. Für Fahrzeuge der Rheinbahn werden neue Beschleunigungsverfahren und Kommunikationswege mit Ampeln erprobt.

Grundlage der Fahrzeugführung ist eine hochgenaue digitale Karte, die das Zentrum für Luft- und Raumfahrt den neuen Anforderungen entsprechend bereitstellt.

Auch für die Ampel-Anlagen wird durch das Amt für Verkehrsmanagement eine digitale Karte der Fahrrouten in den Kreuzungen bereitgestellt und elektronisch an die Fahrzeuge übermittelt. Vodafone bringt sich mit eigenen Anwendungen auf dem Campus ein und sorgt für eine durchgängige und zuverlässige Kommunikation. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um automatisiertes fahren zu gewährleisten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben