Kleinkunst

Balsam für die Kunst bedürftige Seele

Philipp Kohlen-Priebe (li,) und Oliver Priebe in den Räumlichkeiten ihres neuen Kabaretts. Alles im Stil der Goldenen 20er-Jahre gehalten.

Foto: Mickeler-Garcia

Philipp Kohlen-Priebe (li,) und Oliver Priebe in den Räumlichkeiten ihres neuen Kabaretts. Alles im Stil der Goldenen 20er-Jahre gehalten. Foto: Mickeler-Garcia

Düsseldorf.   Philipp Kohlen-Priebe (li,) und Oliver Priebe sind umgezogen: Das neue „Kabarett Flin“ wiederbelebt die 20er-Jahre und bietet Kleinkunst zum Anfassen.

Die Goldenen 20er-Jahre – das ist der erste Gedanke, der einem durch den Kopf schießt, wenn man das „Kabarett Flin“ betritt. Beeindruckend sind die neuen Räumlichkeiten an der Ludenberger Straße mit den hohen Decken, der eleganten Einrichtung, zahlreichen kleinen Holztischen und den Erinnerungsfotos an den Wänden.

Der kulturelle Anspruch

,,Wir wollen den Düsseldorfern weiterhin – hautnah, bodenständig und bezahlbar – Kleinkunst anbieten’’ sagt Philipp Kohlen-Priebe, der zusammen mit seinem Partner Oliver Priebe das „Kabarett Flin“ betreibt, welches ehemals an der Ackerstraße in Flingern unter dem Namen „Theater Flin“ seinen Standort hatte.

Die Veränderung des Namens war bewusst gewählt und unterstreicht die inhaltlichen Veränderungen am Programm. Das neue Motto ist das ,,Berliner Kabarett der 20er Jahre’’. Mehr Kabarett als Theater ist der kulturelle Anspruch, und auch das gastronomische Angebot wurde ausgeweitet. Heißt: Trinken und Essen während der Vorstellungen ist erlaubt.

,,Das ehemalige Theater Flin war nach fünfzehn Jahren stadtweit bekannt. Diese Geschichte wollten wir gleichzeitig mitnehmen, aber auch etwas Neues hinzufügen – deshalb der Name Kabarett Flin’’, veranschaulicht Philipp Kohlen Priebe. ,,Zurückzublicken und zu hadern, dass wir das alte Gelände verlassen mussten ist nicht unsere Art. In diesem Neubeginn lagen für uns viele Chancen, die wir genutzt haben, um unser altes Konzept noch einmal zu überarbeiten’’, sagt Philipp Kohlen-Priebe.

Die beiden Eigentümer schreiben das Wort Gastfreundschaft in Großbuchstaben. Sie nehmen sich die Zeit jeden, der zur Tür hereinspaziert, persönlich zu begrüßen und mit allen ein wenig zu klönen.

Das Gebäude an der Ludenbergerstraße war nicht einfach zu finden. Nach einer intensiven Suche und der Besichtigung von mehr als 70 Objekten fiel die Wahl auf das ehemalige ,,Haus Marx’’, in dem früher ein Tanzlokal untergebracht war. ,,Viele unsere Gäste kennen das Gebäude aus alten Zeiten. Es hat also bereits einen großen emotionalen Wert für uns’’, erläutert Philipp Kohlen-Priebe.

Auf goldenen Namensschildern neben der Holztheke sind die besonders treuen Stammkunden verewigt worden, aus Dank für die jahrelange Loyalität. Neben den altvertrauten Gesichtern hoffen Philipp Kohlen-Priebe und Oliver Priebe auch auf neue Gäste und möchten sich die Nachbarschaft auch in Gerresheim erschließen.

,,Wir bieten Perlen der Kleinkunst an und Dinge, die Sie nicht an jeder Ecke finden’’, steht auf dem Programm. Die nächsten sechs Wochen sind ausgebucht.

Vergangenen Dienstag füllte sich das „Kabarett Flin“ zum ersten Mal mit Leben und wurde feierlich in Anwesenheit der Stammgäste und des Bürgermeisters Friedrich Conzen (CDU) eingeweiht. ,,Das ist aber schön geworden’’, staunen die Besucher , die an diesem Abend zum ersten Mal das Kabarett Flin von innen betrachten durften.

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