Soziales

Basteln und Lieder singen

Foto: NRZ_Kai Kitschenberg

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Neuntklässler des Marie-Curie-Gymnasiums besuchen Senioren im Altersheim oder Kindergärten. Stadt finanziert Sozialarbeiter.

Noch ist es ein ungewöhnlicher und seltener Anblick in Gerresheim: Schüler basteln mit Senioren im Altersheim, gehen mit ihnen ins Café oder singen Weihnachtslieder. Doch genau das steht ab nächstem Jahr auf dem Stundenplan der Neuntklässler am Marie-Curie-Gymnasium. Dann startet das Projekt „MCG tut gut”, ein Sozialpraktikum, bei dem die Schüler ein Jahr lang zwei Stunden in der Woche in Altersheimen, Kindertagesstätten oder Krankenhäusern ehrenamtlich arbeiten.Die KinderbetreuenDie Idee ist nicht neu - am Cecilien-Gymnasium und an der Hulda-Pankok-Gesamtschule gibt es ähnliche Projekte. Doch erstmals finanziert die Stadt dafür mit 35 000 Euro die Stelle eines Sozialpädagogen in der Freiwilligenzentrale der Diakonie. Der hat die Aufgabe, die Kinder zu betreuen, mit ihnen über Ereignisse während ihres Praktikums zu sprechen. Wie wichtig das ist, wissen Kimberley Börner (14) und Rabea Fischer (15): Die beiden Schülerinnen des Gymnasiums arbeiten seit zwei Jahren ehrenamtlich im Gerricus-Stift. „Oft sind die alten Menschen verwirrt, erzählen uns Dinge, die wir nicht verstehen”, meint Kimberley. Darum wünschen sie sich einen Profi, mit dem sie darüber reden können. Zusammen mit Lehrern, Eltern und Schülern entwickelten die Mädchen im Arbeitskreis für Soziales der Schule die Idee für das Praktikum. Auch Schulleiter Norbert Münnix ist begeistert: „Immerhin hat soziales Engagement bei uns eine lange Tradition.” Das Pilotprojekt beginnt im Februar mit einer kleinen Gruppe Freiwilliger, ab August ist es Pflicht für die rund 90 Schüler der neunten Klassen. „Mein Wunsch ist es, dass sich andere Schulen im Stadtbezirk anschließen. Und irgendwann sollen alle Düsseldorfer Schulen mitmachen”, hofft Ratsfrau Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), die für das Projekt im Jugendhilfeausschuss erfolgreich warb.

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