Corona-App

Instrument der Nachverfolgung: Corona-Warn-App in Düsseldorf

Bereits fünf Düsseldorfer Nutzer der Corona-Warn-App mit „erhöhtem Risiko“ haben sich an das Gesundheitsamt gewandt. Sie wurden negativ getestet.

Bereits fünf Düsseldorfer Nutzer der Corona-Warn-App mit „erhöhtem Risiko“ haben sich an das Gesundheitsamt gewandt. Sie wurden negativ getestet.

Foto: Oliver Berg / dpa

Düsseldorf.  Fünf Nutzer der Corona-App haben sich mit dem Hinweis „Erhöhtes Risiko“ an das Düsseldorfer Gesundheitsamt gewandt. Sie wurden negativ getestet.

Beim Düsseldorfer Gesundheitsamt gehen die ersten Meldungen von Personen ein, die die Corona-Warn-App nutzen und nun den Warnhinweis „Erhöhtes Risiko“ bekamen. Fünf Nutzer haben sich bisher gemeldet und wurden negativ getestet.

App ersetzt weder Regeln, noch Masken

„Die Corona-Warn-App kann uns bei der Nachverfolgung von Infektionen und somit bei der Ermittlung von Kontaktpersonen unterstützen“, erklärt Gesundheitsamtsleiter Klaus Göbels. „Denn niemand erinnert sich an jeden Menschen, den er in den letzten 14 Tagen getroffen hat. Dennoch ersetzt sie weder die Abstands- und Hygieneregeln noch das Tragen von Alltagsmasken.“ Diese seien weiterhin wichtige und effektive Schutzvorkehrungen, so Göbels. „Wer sich und seine Mitmenschen vor einer Infektion schützen will, kann die App lediglich als weitere Ergänzung dieser Maßnahmen nutzen.“

Erhöhtes Risiko bei engem Kontakt

Die Corona-Warn-App benachrichtigt die Nutzer, wenn sie sich innerhalb der letzten 14 Tage längere Zeit in der Nähe einer positiv getesteten Person, die die App ebenfalls nutzt, aufgehalten haben. Je nach Art der Risikobegegnung wird dem Nutzer ein Infektionsrisiko angezeigt. Dabei unterscheidet die App zwischen einem niedrigen und einem erhöhten Risiko und gibt gleichzeitig Handlungsempfehlungen. Der Status „Niedriges Risiko“ bedeutet, dass es bisher keine Risikobegegnung mit nachweislich positiv getesteten Nutzern gab oder dass sich die bisherigen Begegnungen auf kurze Zeiträume und größere Abstände beschränkt haben. Zusätzlich wird er auf die Abstands- und Hygieneempfehlungen hingewiesen.

Der Status „Erhöhtes Risiko“ bedeutet, dass es innerhalb der vergangenen 14 Tage über einen längeren Zeitraum, mit geringen Abstand eine Begegnung mit einer positiv getesteten Person gab. Dann empfiehlt die App, sich in häusliche Isolation zu begeben, sich besonders gut an Corona-Regeln zu halten sowie weitere Kontakte zu reduzieren. Zudem fordert sie den Nutzer auf, telefonisch Kontakt mit seinem Hausarzt, dem Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst oder dem örtlichen Gesundheitsamt aufzunehmen.

Zwei Kategorien von Kontaktpersonen

Das Gesundheitsamt ermittelt, ob ein positiver Befund im Umfeld bekannt ist und man Kontaktperson der Kategorie I oder der Kategorie II ist. Das Gesundheitsamt oder der Hausarzt entscheiden, ob getestet werden sollte. Über eine Krankschreibung entscheidet der behandelnde Arzt. Eine Quarantäne kann nur das Gesundheitsamt aussprechen.

Zur Kategorie I zählt man zwei Wochen lang, nachdem es engen Kontakt zu einem Corona-Erkrankten gab. Enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten ungeschützt mit dem Erkrankten gesprochen hat, angehustet oder angeniest wurde. Diesen Personen werden auch ohne Symptome Tests angeboten und gegebenenfalls wird eine Quarantäne angeordnet.

Zur Kategorie II gehört man, wenn man sich im selben Raum wie ein bestätigter Corona-Fall aufhielt, jedoch keinen direkten, mindestens 15-minütigen Kontakt mit einem Erkrankten hatte. Hausarzt oder Gesundheitsamt entscheiden in jedem Einzelfall, ob getestet wird.

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