Demonstrationen

Corona und Co.: Düsseldorf vor langem Demo-Wochenende

Archivbild. Am sind insgesamt vier größere Demonstrationen in Düsseldorf angemeldet, drei davon drehen sich ums Thema Corona. Für die Polizei bedeutet das viel Arbeit.

Archivbild. Am sind insgesamt vier größere Demonstrationen in Düsseldorf angemeldet, drei davon drehen sich ums Thema Corona. Für die Polizei bedeutet das viel Arbeit.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Achtung, Staus in der Innenstadt: In Düsseldorf gibt es am Wochenende gleich mehrere Demos. Die größte dürfte Sonntag sein - samt Gegendemo.

Mit insgesamt drei Demonstrationen steht Düsseldorf am Wochenende vor einem Demo-Wochenende. In der Innenstadt wird mit Verkehrsproblemen zu rechnen sein, die auch die Rheinbahn betreffen werden. Und für die Polizei bedeuten die kommenden Tage viel Arbeit.

Dabei steht das Wochenende ganz im Zeichen von Corona. Gleich drei Demos wird es zum Thema geben, zwei davon von Gegnern und Kritikern der Coronaschutzmaßnahmen.

Düsseldorf: Zwei Gruppierungen von Corona-Gegnern rufen zu Demos auf

Am Samstag, 19. September, ist zwischen 14.30 bis 18.30 Uhr ein Aufzug mit Start- und Endpunkt Johannes-Rau-Platz angemeldet, teilt die Polizei mit. „Hier wollen die Teilnehmer über innerstädtische Straßen und den Burgplatz zurück zum Johannes-Rau-Platz ziehen.“ Dahinter steckt den Angaben im Internet nach, die Gruppierung „Nicht ohne uns“. Sie versteht sich als „Demokratiebewegung“ und fordert unter anderem eine „Beendigung des Notstands-Regimes“. Laut ihrer Internetseite ist sie bisweilen auch mit örtlichen „Querdenken“-Gruppierungen vernetzt, in NRW aber offenbar bisher nicht.

Am Sonntag dann werden die Rheinwiesen in Oberkassel von Coronagegnern bevölkert; die Veranstalter dieser ersten landesweiten „Querdenken“-Großdemo in NRW rechnen mit 10.000 Teilnehmern. Start der Demo ist um 13 Uhr auf der Rheinwiese am Kaiser-Wilhelm-Ring. Dann soll um 14 Uhr ein Demonstrationszug starten, der bis gegen 18 Uhr eine große Runde durch die Innenstadt drehen soll - unter anderem über Rheinkniebrücke und Oberkasseler Brücke. Für 18 Uhr ist eine Abschluss-Kundgebung auf den Rheinwiesen geplant, die um 19 Uhr enden soll.

Gegendemo auf dem Johannes-Rau-Platz am Sonntag

Zeitgleich zur Corona-Demo hat auch das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ zum Protest aufgerufen: „Es reicht! Seit April demonstrieren selbst ernannte „Corona Rebellen“ und „Querdenker“ gegen die angebliche Abschaffung der Grundrechte und für eine „sofortige Beendigung der Diktatur“. Doch die augenscheinlich bunte und friedliche Masse der Rebell*innen und Querdenker*innen entpuppt sich als durchsetzt von rechts-offenen Verschwörungserzählungen, Reichsbürger*innen, Antisemit*innen und Nazi-Hooligans! Nun mobilisiert ein örtlicher Ableger des Bündnisses nach Düsseldorf“. Die Gegner der Gegner wollen sich Sonntag ab 14 Uhr auf dem Johannes-Rau-Platz unterhalb der Kniebrücke versammeln, an der auch der „Querdenker“-Zug später vorbeiziehen soll.

„Wir stellen uns auf alle möglichen Szenarien ein“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Anfrage. Details zum Einsatz bei dem Demonstrationen mochte die Polizei nicht veröffentlichen. Die Gegendemo am Sonntag sei für 500 Teilnehmende angemeldet, sagte der Sprecher.

>>>Info: Staus und Verkehrsstörungen durch Demo-Umzüge

Die Polizei warnt vor Staus und Verkehrsstörungen während der Demonstrationen. „Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Bereiche in der relevanten Zeit zu umfahren. Ein Ziel der polizeilichen Einsatzkonzeption ist es, die Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten.“

Die Düsseldorfer Polizei hat am Sonntag ab 12 Uhr für Fragen ein Bürgertelefon eingereichtet. Telefonnummer: 0800/900 9000.

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