Rheinbahn

Das ist Düsseldorfs kurioseste Straßenbahn-Haltestelle

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Die Haltestelle „Vor der Hardt“, die es nur in eine Richtung gibt.

Die Haltestelle „Vor der Hardt“, die es nur in eine Richtung gibt.

Foto: Götz Middeldorf

Düsseldorf.  Die Haltestelle „vor der Hardt“ gibt es nur stadteinwärts. Für die Bahnen in die Gegenrichtung gibt es keinen Halt. Das hat historische Gründe.

An der Ludenberger Straße im Düsseldorfer Stadtteil Ludenberg gibt es zwischen Gerresheim und Grafenberg eine Straßenbahn-Haltestelle. Aber nicht so richtig, sondern nur halb. Denn die Haltestelle mit dem offiziellen Namen „Vor der Hardt“ ist nur Richtung stadteinwärts eingerichtet. Wer an dieser Stelle in die Gegenrichtung nach Gerresheim einsteigen will, sucht vergeblich nach einer Haltestelle. Die gibt es einfach nicht. In Düsseldorf ist dieses Phänomen der einseitigen Haltestelle einmalig. Und noch eine Kuriosität gibt es an dieser Haltestelle: Mehrere Linien verkehren hier, aber nur eine hält dort, die anderen rauschen vorbei.

Warum ist das so?

Doch warum ist das so? Die NRZ fragte bei der Rheinbahn nach. Sprecherin Katharina Natus: „Warum es die Haltestelle ,Vor der Hardt’ nur in eine Richtung gibt, hat folgenden Grund: Die Steigung der Straße ist die stärkste Steigung in Düsseldorf, die wir mit Bahnen befahren. Da es diese Haltestelle schon vor dem Krieg gab, sind wir dort damals mit Bahnen gefahren, die an dieser Steigung nicht ganz so problemlos aus dem Stand hätten anfahren können. Bergab hingegen hat die Haltestelle dafür gesorgt, dass die Bahnen aus dem langsamen Tempo des Anfahrens nach der Haltestelle die Steigung hinab gefahren sind.“

Drei Linien, doch nur eine hält

Und warum hält dort nicht jede vorbeifahrende Bahn? Dazu Rheinbahn-Sprecherin Katharina Natus: „An der Haltestelle ,Vor der Hardt’ fahren drei Linien entlang: die Straßenbahnlinie 709 und die Stadtbahnlinien U73 und U83. Aufgrund der niedrigen Zahl an Ein- und Aussteigern an dieser Haltestelle halten aber nur die Bahnen der Linie U73 dort. Vor Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie und den damit verbundenen Netzänderungen hielten dort – analog zur Regelung heute – nur die Bahnen der Straßenbahnlinie 703 und die Bahnen der Straßenbahnlinien 709 und 713 fuhren ohne Halt durch.“

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