Terror

„Das ist ein Angriff auf uns alle“

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Foto: imago/ZUMA Press

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Nach dem Anschlag in Orlando herrscht auch in Düsseldorf Trauer und Bestürzung – Stimmen aus den Ratsfraktionen und Vereinen

50 Tote, 53 Verletzte: Was sich im Homosexuellen-Club „Pulse“ in Orlando über Stunden abgespielt hat, ist eine Tragödie. Die Einzelheiten des Massakers werden erst allmählich deutlich. Ein so folgenschweres Verbrechen eines einzelnen Täters hat es in den USA noch nie gegeben. In den USA steht die Zeit still, die Menschen trauern. Auch in Düsseldorf vernahm man aus allen Richtungen Stimmen der Bestürzung und Trauer.

Vorwürfe gegen lasche Waffengesetze in den USA

„Das macht sprachlos“, zeigte sich die FDP-Fraktionsvorsitzende Marie-Agnes Strack Zimmermann fassungslos, legte aber auch eine Kritik gegen die Gesetzgebung in den USA nach: „Die laschen Waffengesetze in den USA sind mit Sicherheit mitverantwortlich. So viele Menschen mussten schon sterben und niemand scheint daraus zu lernen“. Auch bei den Grünen zeigte man sich am Montag fassungslos. „Absoluten Schutz gibt es nicht, deshalb sind wir vor solchen Tragödien leider nie gefeilt“, erklärte Norbert Czerwinski, Sprecher der Ratsfraktion. Die Situation für Homosexuelle in Düsseldorf schätzt er dennoch positiv ein. „Düsseldorf ist eine offene Stadt, die in den vergangenen Jahren einiges für die Sensibilisierung der Menschen geleistet hat. In der Stadtverwaltung, den Schulen – überall hat sich einiges getan“.

Andreas Auler, Ratsmitglied der CDU, ging in seinen Aussagen noch einen Schritt weiter: „Dieser Angriff richtet sich nicht nur gegen Homosexuelle, sondern gegen jeden von uns. Gegen die offene westliche Lebensart in sich“.

Besonders im „Puls“, einem Jugendzentrum für junge Lesben, Schwule, Bi- und Transexuelle an der Corneliusstraßem in der Düsseldorfer City, war man von den Ereignissen in Orlando erschüttert. „Wir konnten das alles gar nicht glauben“, berichtet Jukka Jokela, der im Puls für Jugendliche mit Migrationshintergrund und Geflüchtete zuständig ist. Wir werden in den nächsten Tagen sicherlich viel über das Thema sprechen, den Jugendlichen helfen, damit umzugehen. Das betrifft uns alle, egal wie weit weg es ist“.

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