Debatte um Landeplatz für Hubschrauber hält an

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Langenfeld.  In der Diskussion um den vom Unternehmer Gerhard Witte beantragten Hubschrauberlandeplatz in Reusrath werfen die Sozialdemokraten der CDU „Unglaubwürdigkeit“ vor. Von Beginn an hätten die Christdemokraten das Vorhaben von Witte, der für seine unternehmerischen Aktivitäten auf seinem Grundstück mit einem Hubschrauber starten und landen will, befürwortet. Mit der Verteilung von Flugblättern in Reusrath habe sich die CDU vor gar nicht langer Zeit klar positioniert. Nun spiele Bürgermeister Frank Schneider (CDU) „mit seiner Wischi-Waschi-Aussage den Troubleshooter und versucht das lodernde Feuer vorsichtig auszutreten, um sein Gesicht zu wahren“, kritisiert SPD-Fraktionsvorsitzender Sascha Steinfels.

Der Sozialdemokrat reagiert damit auf eine an die Bezirksregierung Düsseldorf gerichtete Stellungnahme von Schneider zum Hubschrauberlandeplatz. Die Bezirksregierung muss über die Sache entscheiden und hatte den Bürgermeister aufgefordert, Position zu beziehen.

Schneider tritt nun dafür ein, dass Unternehmer Witte das Antragsverfahren unterbricht, um ernsthaft nach einem anderen Standort für einen Landeplatz zu suchen. Der Grund: In Reusrath gibt es breiten Widerstand gegen den Hubschrauberlandeplatz, da die Bürger nicht zuletzt einen erhöhten Lärmpegel durch den startenden und landenden Hubschrauber befürchten. Sollte jedoch - so die Position von Bürgermeister Schneider - Witte an seinem Vorhaben festhalten und er von der Bezirksregierung grünes Licht für den Landeplatz bekommen, dann sollte die Stadt Langenfeld aus Sicht ihres Bürgermeisters das akzeptieren.

Dazu sagt Sozialdemokrat Steinfels: Dass Schneider „nun endlich“ Stellung zu einem „nicht nachvollziehbaren und dazu unzureichend begründetes wirtschaftlichen Einzelinteresse“ bezieht, ist „die einzig richtige Reaktion und auch die sozialdemokratische Erwartungshaltung“ gewesen. Allerdings: „Wir hätten uns ein wesentlich früheres Einschreiten und eine deutlichere Ablehnung gewünscht“, betont Steinfels.

Ähnlich äußert sich auch die im Langenfelder Stadtrat vertretene B/G/L. „Gut, dass sich Bürgermeister Schneider nun kritisch zu dem Vorhaben äußert“, erklärt B/G/L-Fraktionssprecher Gerold Wenzens. Er nannte es „verwunderlich, dass die Verwaltungsspitze so viel Zeit benötigt, um eine Schnapsidee als solche zu erkennen“. Und: „Ein klares Nein lässt leider noch immer auf sich warten“.

Nach den Plänen von Witte sollen der Hubschrauber nur tagsüber starten und landen - und das im Schnitt zwei Mal die Woche.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben