Einzelhandel

Demo für neuen Supermarkt in Vennhausen

Demo an der Vennhausen Allee 210-212. Seit Jahren steht das Ladenlokal des ehemaligen Kaiser’s Marktes leer.

Demo an der Vennhausen Allee 210-212. Seit Jahren steht das Ladenlokal des ehemaligen Kaiser’s Marktes leer.

Foto: Anne Grotjohann

Düsseldorf-Vennhausen.   Rund 200 Bürger demonstrierten in Vennhausen für einen neuen Supermarkt. Nahversorgung und sozialer Treffpunkt fehlt seit drei Jahren.

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Seit 2015 steht der ehemalige Kaiser‘s-Tengelmann-Supermarkt an der Vennhauser Allee nun schon leer. Die fehlende Lebensmittel-Nahversorgung besorgt und empört viele Anwohner. Zudem war der Markt ein beliebter Treffpunkt, an dem sich Vennhauser Nachbarn und Bekannte begegneten.

Jetzt haben die Vennhauser in Fülle demonstriert, wie wichtig ihnen ein neuer Supermarkt im Stadtteil-Kern ist. Rund 200 Menschen kamen gestern Nachmittag vor das leere Ladenlokal an der Vennhauser Allee 210 – 212 gegenüber dem Freiheitplatz und zeigten so ihre Unzufriedenheit über die verwaiste Immobilie: Junge Mütter mit Kinderwagen, viele Senioren und ebenso Vennhauser mittleren Alters sammelten sich auf dem Bürgersteig vor dem leeren Geschäft. Aufgerufen zu der Demo-Versammlung hatten Evelyn Prüfer und Jürgen Grundmann, Gründer der Initiative „Vennhausen lebt“ (www.vennhausen-lebt.de).

Nahe Einkaufsmöglichkeit wird gebraucht

Wesentlicher Grund für den langen Leerstand: die seit rund anderthalb Jahren dauernden Verhandlungen zwischen der Düsseldorfer Thunnissen Hausverwaltung und Handelskonzernen, die sich für das sanierungsbedürftige Mietobjekt interessieren.

Einige der friedlichen Demonstranten standen der NRZ Rede und Antwort: „Meine Frau und ich sind noch mobil“, sagt Martin Panitz, der seit 40 Jahren in der Freiheit-Siedlung wohnt und eine Versicherungsagentur hat. „Doch wir haben viele ältere Nachbarn, die eine nahe Einkaufsmöglichkeit dringend brauchen.“

Ladenlokal wird für neuen Mieter saniert

Auch der Vennhauser Heiner Kohler meint: „Vennhausen hat nun mal überdurchschnittlich viele Senioren, da ist ein Markt für den täglichen Bedarf einfach notwendig.“ Die junge Mutter Eva Christahl hat ihren Nachwuchs dabei: „Der damals noch bestehende Kaiser‘s Tengelmann war mit ein Grund für uns, hierher zu ziehen.“ Und Seniorin Gerlind Niehoff betont: „Der Supermarkt war vor allem für uns Ältere auch immer ein sozialer Treffpunkt, der jetzt einfach fehlt.“

Wie steht der Immobilien-Eigner dazu? „Wir können bald Vollzug melden“, sagte Marius Overkott von der Thunnissen Hausverwaltung gestern auf NRZ-Anfrage. „Einen Generalunternehmer, mit dem wir den Umbau realisieren, haben wir bereits.“ Und er ergänzt: „Ja, wir werden das Objekt schlüsselfertig an den neuen Mieter übergeben.“

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