Demonstration

Demo gegen Parkplatz-Konzert von Ed Sheeran vor dem Rathaus

Mit Plakaten machen die Demonstranten auf ihre Aktion aufmerksam.

Foto: Philipp Rose

Mit Plakaten machen die Demonstranten auf ihre Aktion aufmerksam. Foto: Philipp Rose

Düsseldorf.  Rund hundert Menschen demonstrierten gegen das Ed Sheeran-Konzert vor dem Rathaus – einige Düsseldorfer sind mittlerweile für die Veranstaltung.

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Erst vor Kurzem auf dem Messeparkplatz, nun direkt vor dem Rathaus: Gestern demonstrierten wieder rund hundert Bürger gegen das geplante Ed Sheeran-Konzert am 22. Juli auf dem Messeparkplatz P1. „Die Abstimmung der CDU gegen den geplanten Veranstaltungsort hat Oberbürgermeister Geisel wohl nicht gefallen und nun verschiebt er die Entscheidung. Aber wie lange will er noch verschieben?“, sagt Andrea Vogelgesang, Leiterin der Baumschutzgruppe Düsseldorf. „Geisel muss einfach mal akzeptieren, dass es Mehrheiten im Rat gibt und endlich anfangen Politik für die Bürger zu machen“, sagt Lutz Pfundner, Vorsitzender der Linken-Ratsfraktion. Die Demonstranten fordern, dass das Ed Sheeran-Konzert in die Arena verlegt wird, da diese an dem Tag ohnehin nicht genutzt werde. Die Bürger im Düsseldorfer Norden sehen sich außerdem von Geisel hinters Licht geführt: „Der Vertrag mit der Veranstaltungsfirma FK Scorpio ist einfach unter der Hand beschlossen worden, ohne die Öffentlichkeit einzubeziehen. Das geht gar nicht“, sagt Vogelgesang.

Wirtschaftsvertreter melden sich nun zu Wort

Mittlerweile melden sich aber auch Bürger zu Wort, die das Event haben wollen. 13 bekannte Düsseldorfer, die teils großen Organisationen vorstehen, appellieren an alle Ratsmitglieder, „eventuelle noch bestehende Informationsdefizite oder Vorbehalte kurzfristig mit den Verantwortlichen zu diskutieren und nach Möglichkeit zu beseitigen“. Die Gruppe hat sich mit Michael Brill, dem Geschäftsführer der städtischen Veranstaltungstochter D-Live getroffen, und das Für und Wider diskutiert. Schlussfolgerung: Man sei „einhellig der Meinung, dass dieses Konzert auch zu diesem Zeitpunkt durchgeführt werden kann und hervorragend zu unserer Heimatstadt passt´“. Desweiteren eröffne es weitere Möglichkeiten „für die zukünftige Attraktivität unserer Stadt“.

Unterschrieben haben den Appell unter anderem IHK-Präsident Andreas Schmitz, Michael Grütering (Unternehmerschaft), Peter Achten (Einzelhandelsverband NRW), Frank Hermsen (Altstadtgemeinschaft), Wolfganng Rolshoven (Jonges), Peter Wienen (IG Kö) und Otto Lindner (Chef Deutscher Hotelverband).

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