Bundestagswahl

Die Briefwahl ist bei Düsseldorfern gefragt wie nie zuvor

Manfred Golschinski (links) und Christian Zaum.

Foto: Tobias Kaluza

Manfred Golschinski (links) und Christian Zaum. Foto: Tobias Kaluza

Düsseldorf.   Die Vorbereitungen für die Bundestagswahl im September laufen auf Hochtouren

Im Wahlamt herrscht wenige Wochen vor der Bundestagswahl bereits reges Treiben. Es geht in die heiße Phase. 413 016 Düsseldorfer sind am 24. September zur Wahl des 19. Deutschen Bundestages aufgerufen. Und der Trend zur Briefwahl hält an. Bis Mittwoch sind mehr als 36 000 Briefwahlscheine beantragt worden. „Wir rechnen damit, dass noch diese Woche die 50000er-Marke geknackt wird und dass es am Ende mehr als 100 000 Bürger sein werden, die per Brief gewählt haben“, sagte Manfred Golschinski, Chef des städtsichen Wahlamtes. Ein neuer Rekord, der zeigt, dass die Briefwahl immer mehr von Bedeutung wird und dass die Wahlbeteiligung wieder steigt. „Die vielen Briefwahl-Anträge zeigen das gesteigerte Interesse der Bevölkerung an der Wahl,“ sagte er.

Wer nicht per Briefwahl wählen möchte, kann natürlich auch ganz klassisch den Sonntags-Spaziergang zu einem der 315 Wahllokale antreten. Die meisten davon befinden sich in Schulen. Etwa 72 Prozent der Lokale sind barrierefrei. Bei den nächsten Wahlen werden das noch mehr sein. Der städtsiche Dezernent und stellvertretnde Düssledorfer Wahlleiter Christian Zaum: „Derzeit werden in Düsseldorf viele Schulen barrierefrei. Daher rechnen wir in den nächsten Jahren mit einem Zuwachs an barrierefreien Wahllokalen.“

Mehr als 3000 Helfer werden im Einsatz sein

Das Stammpersonal des Amtes für Statistik und Wahlen beträgt 13 Personen. Wegen der Bundestagswahl wurde das Team seit dem 10. August auf 33 Mitarbeiter aufgestockt. Am Wahlsonntag werden 3300 Menschen im gesamten Stadtgebiet beschäftigt sein. Weitere 120 stehen als Reserve bereit. In der Zentrale werden 70 Angestellte aktiv sein.

Die vielen freiwilligen Wahlhelfer werden auch entlohnt. So bekommt ein Wahllokalleiter 100 Euro, sein Stellvertreter 60 Euro und die normalen Helfer 50 Euro. Damit liegt Düsseldorf weit über dem, was der Bund vorgibt. „Wir zahlen deutlich mehr, als die gesetzlich vorgegebenen 25 Euro.“, so Golschinski.

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