Diebstahl

Die Düsseldorfer schützen ihre Fahrräder besser

Die Düsseldorfer schützen ihre Fahrräder besser vor Diebstahl. Deswegen ist die Zahl gesunken, so die Polizei.

Die Düsseldorfer schützen ihre Fahrräder besser vor Diebstahl. Deswegen ist die Zahl gesunken, so die Polizei.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Düsseldorf.  Die Zahl der Fahrrad-Diebstähle in Düsseldorf ist um 12 Prozent gesunken. Die Polizei nennt als Grund besseren Schutz durch Eigentümer.

Positiver Trend bei den Fahrraddiebstählen: 2018 wurden zwölf Prozent weniger Fälle angezeigt als im Vorjahr. Die Zahlen sanken von 3671 Anzeigen auf 3234. Bereits von 2015 auf 2016 hatte es erheblich weniger Fälle gegeben; dann jedoch waren die Zahlen mehr oder weniger stagniert. So ist dies der erste signifikante Rückgang seit 2015.

Hält sich der Trend auch in diesem Jahr?

Ob sich der Trend 2019 fortsetzt, wird sich allerdings erst noch zeigen. Von Januar bis Juni dieses Jahres wurden 1460 Fälle registriert. Im Vergleichszeitraum 2018 waren es 1398. Nur wenige Fahrraddiebstähle werden aufgeklärt: Die Quote liegt in der Regel bei vier bis fünf Prozent. Auch in dieser Hinsicht war 2018 ein Ausreißer: Die Polizei konnte rund 6,3 Prozent aller Fälle aufklären.

Wie erklärt die Polizei die positive Entwicklung? Die Behörde ist ratlos, was den eigenen Erfolg angeht. Eine neue Strategie habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher. Fahrraddiebstähle werden nicht zentral behandelt, sondern es sitzen Spezialisten in jeder Polizeiinspektion. Man vermute, dass die Düsseldorfer ihre Fahrräder besser schützten, so die Polizei. Immer mehr Menschen investierten mehr in ihre Zweiräder, kauften sich auch teure E-Bikes. „Die will man sich nicht so schnell wegnehmen lassen“, so der Sprecher. Viele Fahrradbesitzer kauften deshalb im Fachhandel hochwertige Schlösser – Tipp Nummer 1 der Polizei, um sein Rad zu schützen.

Wie findet die Polizei gestohlene Räder wieder? Nur, wenn ein Fahrrad codiert und damit auf seinen Besitzer registriert ist, besteht eine Chance, es wiederzubekommen. Die Polizei überprüft alle Räder, die bei Personenkontrollen, Lkw-Kontrollen, im Fundbüro oder auf Trödelmärkten gefunden werden, auf denen schon mal Diebesgut angeboten wird.

Wie kann man sein Rad schützen? Wichtigster Tipp: Das Fahrrad mit zwei hochwertigen Schlössern anschließend, und zwar an einen unbeweglichen Gegenstand (Zaun, Laternenpfahl, etc.). Übrigens auch im Fahrradkeller. Faustregel: Zehn Prozent des Kaufpreises pro Schloss investieren. Besitzer sollten ihr Fahrrad außerdem unbedingt codieren lassen. Dabei wird eine ID-Nummer mit einem speziellen Aufkleber am Rahmen angebracht. Außerdem wird ein Fahrradpass mit Rahmennummer und besonderen Kennzeichen erstellt. Codieren lassen kann man das Rad bei der Polizei und beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. Termine stehen im Internet oder lassen sich telefonisch vereinbaren: ADFC 0211/992255, Polizei 0211/8706868.

Was ist bei Fahrradversicherungen zu beachten? Wer sein Fahrrad oder E-Bike gegen Diebstahl versichern will, hat zwei Möglichkeiten, erklärt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW: Entweder, man schließt eine Fahrradversicherung ab. Sie kostet (je nach Preis des Rads, Wohnort und Leistungen) ein paar Euro pro Monat und deckt außer Diebstahl oft auch Reparatur und Unfallschäden ab. Die Alternative: Man versichert sein Fahrrad über die Hausratspolice. Dazu wird ein Prozentsatz der Versicherungssumme fürs Rad reserviert. Achtung: Oft ist das Rad nicht diebstahlversichert, während es nachts angeschlossen vor der eigenen Haustür steht. Außerdem schreiben viele Versicherer spezielle Schlösser vor, zu denen man im Diebstahlsfall alle Schlüssel vorlegen können muss. (hpaw)

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