Noch mehr Mieträder

Die Fahrrad-Stadt

Foto: Uwe Schaffmeister

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Düsseldorf soll strampeln. Steffen Geibhardt vom städtischen Verkehrsmanagement will mehr Bürger aufs Fahrrad hieven und setzt dabei auf das im Juli gestartete Mietfahrrad-Projekt.

In Zusammenarbeit mit dem Leipziger Verleiher Nextbike gehen die Initiatoren jetzt in die Offensive: noch mehr Service, mehr Räder und möglicherweise eine Art Kombi-Ticket mit der Rheinbahn. Für dieses Jahr erwartet Nextbike-Geschäftsführer Ralf Kalupner etwa 100 000 Ausleihen (bisher waren es 8000) und rund 10 000 Düsseldorfer, die mehr oder weniger regelmäßig das Angebot nutzen.

Das Prinzip ist simpel. 3000 Kunden haben sich bisher registrieren lassen, Sie können das Rad telefonisch vor Ort buchen, mit dem Code das Schloss öffnen und losfahren - für einen Euro die Stunde, für fünf am Tag. An 25 Stationen stehen ausreichend Räder, die an jeder Stelle in der Innenstadt, in Oberkassel und an der Uni abgestellt werden können.

Zu den jetzt 300 Mieträdern kommen spätestens nach Ostern 100 Damen-Räder hinzu. Geprüft werden weitere Standorte - vor allem an Haltestellen. Es sind gerade die ÖPNV-Nutzer, die als Neukunden gewonnen werden sollen. Für Rheinbahn-Abonnenten gibt es Gutscheine für eine kostenlose Tagesausleihe. Geplant sind weitere Gespräche mit dem Verkehrsbetrieb. Ziel: Wer ein Rheinbahnticket hat, kann kostenlos oder vergünstigt ein Fahrrad mieten.

Mit mehreren Firmen gibt es bereits Kooperationen. Mit der Werbeagentur Grey wurde ein Vertrag abgeschlossen. Vor deren Niederlassung stehen 30 Räder, die die Mitarbeiter jeden Tag 90 Minuten zum Nulltarif nutzen dürfen. Gewünscht ist auch eine Zusammenarbeit mit den Hotels. Kalupner: „Dann könnte das Fahrrad bereits an der Rezeption reserviert werden.”

Der Verleiher glaubt, dieses Jahr in Düsseldorf schwarze Zahlen zu schreiben. Einen starken Partner hat er sich vor kurzem ins Boot geholt. Die Wall AG übernahm 25,1 Prozent der Firmenanteile.

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