Kunst

Grosse Kunstausstellung 2018: Erste Exponate sind schon da

Kunst zum Anfassen – zumindest wenn man vorher bezahlt hat: Ausstellungsleiter Michael Kortländer und eine Fotografie aus der großen Ausstellung.

Foto: Philipp Rose

Kunst zum Anfassen – zumindest wenn man vorher bezahlt hat: Ausstellungsleiter Michael Kortländer und eine Fotografie aus der großen Ausstellung. Foto: Philipp Rose

Düsseldorf.  156 Künstler, 400 Kunstwerke – „Die Grosse“ in Düsseldorf ist eine der traditionsreichsten Schauen der Stadt. Blick vorab hinter die Kulissen.

Leeres Weiß schmückt die Wände des Museum Kunstpalast, unaufhörliches Knistern und Rascheln schallt durch die Hallen. „Viele der Werke haben ihren Platz noch nicht gefunden“, erklärt Ausstellungsleiter Michael Kortländer, während er auf die sich stapelnden Bilder auf dem Boden verweist. Die meisten Werke sind noch in Folie verpackt und werden gerade ausgewickelt. Aber keine Eile: Die Grosse 2018 – wohl die traditionsreichste Kunstausstellung der Stadt – öffnet erst am 27. Januar ihre Türen. Dann macht die Schau ihrem Namen wieder alle Ehre: „Wir haben rund 400 Werke von 156 Künstlern in der Ausstellung“, fährt Kortländer fort.

12 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr

Beate Höing ist eine der Künstlerinnen und gerade dabei, mit ihren Kollegen eine „Riesen-Halskette“ aufzuziehen. Die Kette dürfte wohl das größte Exponat der Ausstellung sein: Zwölf Meter lang und aus dutzenden verschiedenen Keramik-Elementen bestehend, hängt sie von der Decke. Wie alle anderen Kunstwerke der Ausstellung, kann auch die Keramik-Kette käuflich erworben werden. Neben den dafür veranschlagten 18 000 Euro müssen Käufer dann auch den entsprechenden Platz für das Kunstwerk mitbringen. Denn: „Die Kette wird nur als Ganzes verkauft, einzelne Stücke sind nicht zu haben“, erklärt Höing.

Kunstwerke können noch vor Ort gekauft werden

Die Grosse ist eine der einzigen Ausstellungen in Deutschland, bei der die Kunst auch direkt gekauft werden kann: „Die Leute können sagen ‘das gefällt mir so gut, dass würde ich mir gerne zuhause aufhängen’, und dann draußen am Empfang mit der EC-Karte direkt bezahlen“, so Ausstellungsleiter Kortländer. Logischerweise können die Exponate aber erst nach Ende der Ausstellung am 18. Februar mitgenommen werden.

Bei der diesjährigen Grossen sind zwar auch Größen wie die Fotografen Walter Vogel und Katja Stuke sowie die Malerin Sybille Pattscheck zu finden, „doch“, betont Kortländer, „wir sind bei weitem keine abgehobene Kunstausstellung. Viele der Ausstellenden seien vor allem junge Künstler „die etwa gerade frisch aus der Kunstakademie kommen“, so der Leiter.

Zukünftig im Sommer und mit Außenbereich

Die Zukunft des Projekts „Die Grosse“ sieht Kortländer positiv: „Wir haben einen ständigen Zuwachs an Besuchern, im vergangenen Jahr haben sich über 12 000 Menschen die Ausstellung angesehen.“ Angesichts der geringen Öffnungszeit von nur drei Wochen sei dies ein tolles Ergebnis. Genau daran soll in naher Zukunft auch gearbeitet werden: „ Wir möchten die Ausstellung definitiv verlängern.“

Eine weitere Hürde sei zudem schon geschafft. Im kommenden Jahr wird die Grosse im Sommer stattfinden: „Dann kann auch der Außenbereich etwa für Skulpturen endlich genutzt werden“, schließt Kortländer.

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