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Die Pferdeflüsterer von „Yakari“

„Pferdeflüsterer“ Manuel Frank als Sioux-Häuptling in

„Pferdeflüsterer“ Manuel Frank als Sioux-Häuptling in

Foto: Yakari

Düsseldorf.   Seit letzter Woche gastiert die Indianer-Show „Yakari“ auf den Düsseldorfer Rheinwiesen – ein Blick hinter die Kulissen.

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Seit vergangener Woche begeistert die Pferde-Show mit der Geschichte um den Indianer-Jungen Yakari am Oberkasseler Rheinufer täglich junge und alte Zuschauer. Was das Publikum von „Yakari und Kleiner Donner“ nicht sieht: Hinter den spektakulären Kunststücken der Pferde steckt jahrelange Arbeit. Jeden Tag werden etwa 45-minütige Übungseinheiten durchgeführt, bei denen es nicht nur darum gehe, die Fähigkeiten der Tiere zu verbessern, sondern auch, sie fit zu halten.

Dusche nach dem Sport

Bei Ankunft am Indianerzelt steht gerade eine solche Trainingseinheit vor ihrem Abschluss. Trainer Manuel Frank, der in „Yakari“ den Indianer-Häuptling „Spitzer Pfeil“ verkörpert, dirigiert gekonnt vier Pferde beim Erlernen eines neuen Tricks – mit Erfolg stellen sich alle vier auf ihre Hinterbeine. Als es mit den Tieren schließlich zurück zu einer erfrischenden Dusche mit dem Wasserschlauch auf die Rheinwiesen geht, verrät Frank: „Bis so ein Kunststück richtig erlernt wurde, dauert es mehrere Monate.“

Wichtig sei dabei, dass die Pferde genug Abwechslung haben, gutes Futter bekommen und gesund bleiben – sie müssen sich wohlfühlen, um Erfolg zu haben. Bei den regelmäßigen, unangekündigten Kontrollen des Veterinäramts, die zufällig gerade zeitgleich stattfinden, erziele das Yakari-Team regelmäßig gute bis sehr gute Ergebnisse.

Pferde strahlen Ruhe aus

Bei Beobachtung des Verhaltens der Pferde fällt die enorme Ruhe auf, die sie ausstrahlen. Wie in der Show ist von Stress keine Spur. Auf die Frage, wie es möglich sei, zehn und mehr Pferde gleichzeitig auf der nicht gerade riesigen Bühne bei Musik, Lichteffekten und Kindergeschrei im Griff zu haben, erzählt Natascha Wille, die Darstellerin der Squaw von „Spitzer Pfeil“: „Die neuen Pferde kommen im Alter von vier Jahren zu uns. Dann beginnt ein langwieriges Training, bei dem die Tiere langsam an Licht- und Geräuschreize, die es bei den Shows gibt, gewöhnt werden.“ Man müsse zunächst Vertrauen zu den Pferden aufbauen und mit dem „ABC“ anfangen, wie in der Schule – bei den Tieren heißt das dann „Schritt, Trab, Galopp“. Aus Schulklassen kennt man es ja: Nicht alle machen mit und sind Einser-Schüler – die frechsten tierischen Schüler seien die Ponys, sagt Wille: „Alle mögen die Ponys und finden sie so süß – einfach zu trainieren sind sie aber nicht. Je kleiner, desto sturköpfiger!“

Kommandos und Bewegungsabläufe

Wenn die Pferde schließlich so weit sind und für die große Bühne neue Tricks lernen, sind sie schon ziemlich erfahren. Das Erlernen eines neuen Kunststücks, bei dem mehrere Pferde im Galopp nebeneinander choreographiert um die Bühne jagen, sehe etwa so aus, beschreibt Frank: „Zunächst werden die Pferde an einem Strick geführt, etwa linksherum im Kreis. Sie hören dabei ein Kommando-Wort. Irgendwann ist der Punkt erreicht, dass die Trainer den Strick wegnehmen können und die Kommandos erlernt sind.“

Yakari-Nachwuchs ist pferdeverrückt

Wie sehr die Pferde-Leidenschaft der Familie Wille in die Wiege gelegt ist, zeigt sich auch an der jüngsten Darstellerin, die Yakaris Freundin Regenbogen spielt, Angel (7): „Sie möchte am liebsten von morgens bis abends auf dem Pferd sitzen“, erzählt Natascha Wille. In Düsseldorf, so Frank, fühlt sich die Yakari-Familie besonders wohl: „Vor allem abends genieße ich den Ausblick über den Rhein auf die Lichter der Stadt– das ist einmalig.“ Ein Leben ohne Pferde kann sich Wille nicht vorstellen: „Ohne Tiere würde es nicht gehen. Unser Leben gilt den Tieren“

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