Die Promis zu Gast im Benrather Hof

Stadtmitte.  Der Benrather Hof war schon eine Institution – und sehr alt. Seine Tradition reicht bis ins Jahr 1887 zurück. Gelegen an der Ecke Königsallee/Steinstraße in prominenter Lage, avancierte das Restaurant schon bald zu einer Kultstätte, weit über die Stadtgrenzen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hinaus.

Der Benrather Hof war schon eine Institution – und sehr alt. Seine Tradition reicht bis ins Jahr 1887 zurück. Gelegen an der Ecke Königsallee/Steinstraße in prominenter Lage, avancierte das Restaurant schon bald zu einer Kultstätte, weit über die Stadtgrenzen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hinaus.

Die Innenausstattung war einmalig. Viel Holz, als Vertäfelung, große blanke Tische drinnen – und natürlich auch auf der Terrasse direkt an der Königsallee.

Zwischen Haxen und Rouladen

Und nicht nur der Düsseldorfer an sich besuchte das Restaurant, das zuletzt von dem Wirte-Ehepaar Ria und Bert Rudolph betrieben wurde. Die Gästeliste des Lokals lässt sich sehen: Der „Kaiser“ Franz Beckenbauer besuchte beispielsweise das Restaurant als frischgebackener Europameister 1972. Und damit ist er längst nicht der einzige Fußballer. Auch der brasilianische Weltfußballer Pelé gab sich dort die Ehre. Viele Jahre zuvor hatte er bereits erste Düsseldorf-Kontakte. Nämlich als er 1959 mit seinem FC Santos gegen die Fortuna spielte. Trainerlegenden wie die verstorbenen Heinz Lucas und Jupp Derwall gehörten seinerzeit zu den Stammgästen.

Das Essen im Benrather Hof war gut-bürgerlich, vielleicht aus heutiger Sicht auch rustikal. Auf der Speisekarten Haxen, Rouladen und immer wieder die gute Erbensuppe. Dazu gerne gereicht – ein schönes, kühles Altbier.

Der 2003 verstorbene Bert Rudolph hatte von seinen Eltern die ehemalige Pferdekutschenstation übernommen. Die Eltern, das waren Gretchen und Toni. Von Vater Toni haben die Fortuna-Spieler in der Nachkriegszeit jede Woche Essen garantiert bekommen. Sie bekamen vom Benrather Hof zwei Pfund Fleisch, zwei Brote und ein Abendessen. Eben eine ganz andere Zeit.

Doch vielen Düsseldorfern waren solche Momente noch präsent – und gerade das machte es für manch einen am Ende schwer, als am 29. Dezember 1994 das Restaurant schließen musste und nur ein Jahr später der Abriss begann.

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