Die Tür steht für jeden offen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

SEELSORGE. Christof Bleckmann und Annegret Duffe leben mit ihren vier Kindern im Denkmal hinter der Martin-Luther-Kirche.

LANGENFELD. Über Themen, die "so bunt wie das Leben" sind, wird im Pfarrhaus an der Trompeter Straße des öfteren gesprochen. Die Tür von Pfarrer Christof Bleckmann steht für jeden offen, egal ob Probleme mit der Verwandtschaft für Redebedarf sorgen oder die Frage, ob der Nachwuchs getauft werden soll. Auch wenn es "nur" eine Bescheinigung sein soll, wird der Gast hereingebeten.

"In unserem Wohnzimmer oder in der Küche sitzen öfter Menschen. Klar, dass wir auch da sind, wenn jemand traurig ist", sagt der Seelsorger. Mit "wir" meint Bleckmann sich und seine Ehefrau Annegret Duffe. Sie ist ebenfalls Pfarrerin und teilt sich mit ihrem Mann Christof die Pfarrerstelle in Reusrath.

Seit Juli 1997 wohnt die Familie, zu der auch die Kinder Maximilian, Marielotte, Klemens-Felix und Karl-Rasmus gehören, in dem Haus hinter der Martin-Luther-Kirche und lebt einen "Traum". "Ich spreche nicht vom Paradies. Aber es ist schon ein Privileg, dass die Kirche uns hier die Möglichkeit bietet, Großfamilie und Beruf unter einen Hut zu bringen", sagt Bleckmann. Seine Frau schätzt besonders die Flexibilität, mit der die anfallenden Aufgaben bewältigt werden können: "Wer was wann und wie macht, können wir kurzfristig entscheiden." Für die Wohnräume zahlen die Bleckmanns "ganz normal" ihre Miete. Das Amtszimmer ist davon allerdings ausgenommen.

Auch die Freiheit, sich einmal abzugrenzen, bietet das Pfarrhaus. "Die Kinder fordern Aufmerksamkeit ein. Dann läuft der Anrufbeantworter", so Bleckmann.

Überhaupt läuft das Leben in den vier Wänden hinter dem Gotteshaus wie bei vielen anderen Familien: Der Laufstall steht in der Küche, wo Frau und Herr Pfarrer die Schulbrote für die Kinder schmieren und den Abwasch erledigen. Der Kühlschrank ist übersät mit Notizen. "Hier spiegelt sich wider, wie das Leben so ist. Und warum sollte es in diesem Pfarrhaus anders sein als bei anderen Familien?", so der Geistliche.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben