Therapie

„Dolphin Aid“ hilft auf Curacao

Foto: privat

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Düsseldorf.Die Düsseldorfer Hilfsorganisation ermöglicht behinderten Kindern eine Delfin-Therapie in der Karibik und den Aufenthalt im Dolphin Suites-Resort auf Curacao.

Düsseldorf, sagt Alette Borger, „da möchte ich auch einmal hin. Einmal auf die Kö zur Dolphin Aid-Gala.“ Eine Einladung ins Inter-Conti hat sie jedes Jahr bekommen, geschafft dorthin hat sie es, im Gegensatz zu vielen deutschen Promis, noch nicht. Der Weg ist zu weit: Alette lebt und arbeitet auf Curacao. Auf der Karbik-Insel, 60 Kilometer vor der Küste Venezuelas, ist sie Managerin im Dolphin Suites-Resort. Das am blauen Meer unweit der Hauptstadt Willemstad gelegene Hotel bietet Apartements für Familien, die mit ihren behinderten Kindern hier für einen Therapie-Urlaub wohnen.

Unterstützt werden die Therapien und damit auch das Dolphin Suites-Resort von der Düsseldorfer Hilfsorgansiation Dolphin Aid. Sie ermöglicht geistig, körperlich oder mehrfach behinderten Kindern eine Therapie mit Delfinen. Neben dem Baden mit den Delfinen in vom Meer abgetrennten Becken mit speziell ausgebildeten Therapeuten gibt es zusätzlich an Land ein begleitendes Therapie-Programm. „Die Kinder blühen in dieser Zeit richtig auf, sie werden entspannt, die Muskeln lösen sich“, erzählt Alette. Wer das Lächeln der Kinder, oft nach einem erst ängstlichen Annäherungsversuch an die liebenswürdigen Meeres-Säuger sieht, dem wird klar, dass Geld bei derartigen Therapien keine Rolle spielen sollte.

Und deswegen hilft Dolphin Aid hier. Ein Verein, der von Kirsten Kuhnert gegründet wurde: Ihr Sohn ertrank in einem ungesicherten Swimmingpool. Notärzte gaben ihm das physische Leben zurück. Doch dieses Leben war umgeben von einer Mauer:16 Monate befand sich Tim im Wachkoma. Ratlose Ärzte, verzweifelte Familie. Letzte Hoffung: eine Delfin-Therapie in Florida. Tatsächlich ist es den Delfinen gelungen die Mauer zu durchbrechen, erzählt Kirsten Kuhnert noch heute. Tims Erwachen aus dem Koma war die Geburtsstunde von Dolphin Aid.

Seit Gründung 1995 durch Kirsten Kuhnert hat Dolphin Aid Tausende Familien unterstützt und beraten. Dolphin Aid konnte so unzähligen behinderten Kindern, die schulmedizinisch aufgegeben waren, nachweisbare und signifikante Fortschritte in ihrer Entwicklung ermöglichen. Erst in Florida, jetzt in der Dolphin Academy auf Curacao. Aus Dankbarkeit und als Hommage an Kirsten Kuhnert hängt im Foyer des Resorts ein Bild von ihrem Sohn Tim.

Für die Familien und die kleinen Patienten ist es jetzt übrigens noch einfacher, zur Delfin-Therapie zu kommen. „Bisher mussten unsere Gäste über die Niederlande fliegen“, sagt Alette. „Das ist nicht mehr nötig, denn seit November bietet Air Berlin eine wöchentliche Verbindung von Düsseldorf nach Curacao.“ Die einzige aus Deutschland. Das macht die Anreise weniger beschwerlich. Und vielleicht ist das auch die Chance für Alette, nächstes Jahr dann endlich zur Dolphin Aid-Gala nach Düsseldorf zu kommen. „Eine ernsthafte Überlegung ist es Wert“, lacht Alette.

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